drucken | schliessen
Harburger Radsport Gemeinschaft v. 1951 e. V.

Jannick Geisler 35. bei Radweltmeisterschaft in Hoogerheide

Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von -2 °C  fanden am letzten Wochenende die Weltmeisterschaften im  Radquerfeldeinfahren im holländischen Hoogerheide statt. Beste Bodenverhältnisse und top präparierte  Strecken führten zu Geschwindigkeitsrekorden. Trotz des welligen und kurvenreichen Parcours fuhren die schnellsten Elitefahrer einen Schnitt von 30 km/h bei einer Streckenlänge von 31 km (1:02 h) und die Junioren von 27,9 km/h auf 18,6 km (40,06 min).
 
Zum allerersten Male durfte ein Sportler der Harburger Radsport-Gemeinschaft an einer Cross WM teilnehmen. Der 16-jährige Jannick Geisler hatte sich über gute Ergebnisse bei Weltcuprennen und der  Europameisterschaft dem Bundestrainer empfohlen. Mit seinem 5. Platz bei der DM bestätigte schließlich Jannick seine guten Leistungen.
 
Mit dabei war eine kleine Supportergruppe aus Harburg. Familie Geisler und Familie Plambeck wollten sich das Spektakel genauso wenig entgehen lassen wie Tobias Heine. Beeindruckt waren wir von der Organisation und den friedlichen Fans, insgesamt ca. 60.000 !! Zuschauer an beiden Tagen.
Untergebracht waren wir mitten im Multi-Kultiviertel im „luxuriösen“ Etap-Hotel in Antwerpen. Jannick war dagegen in der Volksabtei Ossendrecht untergebracht. Als er dann sagte, dass es eher einer Jugendherberge mit Bad/WC am Ende des Flures handelte, da hatte unser Philipp schon Sorge, dass man ihn dort bei Wasser und Brot allein lassen würde.
 
Der gut bürgerliche Ort Hoogerheide mit seinen vielen Reihenhäusern und kleinen Häuschen war einfach perfekt. In den Ort kam man nur als Anwohner, denn Ordner sperrten alles weiträumig ab. Man hatte zwar als Zuschauer weite Wege von den Parkplätzen, aber dies verhinderte das Chaos.
Im Umkreis von einem Kilometer wurde rund um die Rennstrecke ein 2 m hoher Zaun gezogen. Herein kam man nur mit Eintrittskarte (40 € für zwei Tage) oder mit WM-Akkreditierung.
Das Rennen fand überwiegend am Ortsrand auf einer großen Wiese statt. Dort hatte man Platz für die Zuschauermenge, für die drei Riesenfestzelte (jeweils 100 m lang), drei riesige Videowände und etwa 1000 Toiletten. Die Runde war mit 3,1 km gerade mal so lang, um alle Werbebanner aufzuhängen. Der hohe Straßenanteil von 700 m machte die Rennen sehr schnell, aber nicht leichter, der eisige Ostwind tat sein übriges.
 
Aus der fünften Startreihe heraus nahm Jannick sein Rennen auf. Obwohl ihm die Strecke lag, startete er  wieder sehr verhaltend und fiel nach zwei Runden sogar bis auf Platz 44 zurück. Dem Trainer wurde dabei schon ganz mulmig in der Magengegend. Anschließend berappelte sich Jannick aber, angetrieben von nahezu 15.000 Zuschauern spielte er seine Straßenfahrerqualitäten aus, um dann einen Fahrer nach dem anderen wieder einzuholen. Schließlich belegte er den 35. Platz von 54 gestarteten Fahrern. Sieger wurde der Lokalmatador und amtierende Europameister Tim Eising aus Holland. Als drittbester Deutscher waren Jannick und sein Bundestrainer Patrick Moster und auch sein Heimtrainer zufrieden.
 
Es folgt noch Bericht von Norbert Scheid im Hamburger Abendblatt/Harburger Rundschau:
http://www.abendblatt.de/daten/2009/02/05/1036868.html



Veröffentlicht am:
20:26:38 02.02.2009

URL: http://www.harburger-rg.de/index.php?section=news&cmd=details&newsid=188&printview=1
© 2007 Harburger RG – Alle Rechte vorbehalten
drucken | schliessen