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Harburger Radsport Gemeinschaft v. 1951 e. V.

Vossy RTF

 

Sonntag, 29.6.: Vossy RTF vom TVV Neu Wulmsdorf


WAS FÜR EINE RTF!!! Warum? DAS WETTER!!!

 

Es ging schon morgens los. Bedeckter Himmel. Hier und da ein Tropfen. Dennoch gab es kein Zögern. Ich fuhr los. Schließlich war ich mit Hagemanns in Sieversen am Fuße der Rosengartenstraße verabredet. Wieder mal ging es per Sternfahrt zu einem Start, dieses Mal nach Neu Wulmsdorf zur Vossy. Am verabredeten Treffpunkt kamen wir gleichzeitig an, kein Warten. Und es tröpfelte weiter so leicht vor sich hin. Noch auf der Rosengartenstraße überholte uns die große RTF Gruppe des Vereins. Ein freundliches „Morjen, Morjen“ beim Vorbeifahren.

  

Die Gruppe war noch nicht losgefahren, als wir beim Start ankamen und uns anmeldeten. Inzwischen tröpfelte es schon ein wenig öfter. Dennoch, jetzt einfach wieder nach Hause fahren? Das kam nicht in Frage. Aber nach und nach überlegten sich immer mehr Teilnehmer der großen Gruppe, dieses Mal keine 80iger oder gar 120 Runde zu fahren, sich uns anzuschließen und es bei der Kleinen zu belassen. Sicherheitshalber, falls es doch noch zu regnen anfangen sollte.

  

Unsere kleine Gruppe wuchs auf insgesamt 15 Fahrer und Fahrerinnen an. Holger mit Uschi und Karen sowie Axel mit Linda und Konstantin bildeten eigene Gruppen. Sie wollten es sutsche angehen.

 

Schnell fanden wir in unserer Gruppe ein für alle verträgliches Tempo, das es erlaubte, sich mit seinen Nebenleuten zu unterhalten. Es lief eigentlich ganz gut, wenn da nur nicht das Tröpfeln allmählich in einen leichten Nieselregen übergegangen wäre. Anfangs ignorierten wir den einfach. Klappte auch bis zur Kontrollstation.




Foto: TVV Neu Wulmstorf

Die armen TVVler, die uns dort mit Broten, Bananen und Saft versorgten. Sie hatten ihren Stand am Straßenrand aufgebaut, die Lebensmittel abgedeckt und sich ihr Regenzeug übergezogen. Alles tropfte inzwischen vor sich hin. Sah trotz einiger Klappstühle am Waldrand nicht sonderlich einladend aus. Entsprechend kurz fiel unsere Pause aus. Nur schnell weiter.

 

Ich fuhr hinter Dietmar, lernte den Geschmack seines Hinterreifens kennen, sandig. Und bekam immer wieder, wenn er durch eine größere Pfütze fuhr, eine kleine Regenwasserdusche ins Gesicht. Aus dem Niesel- war inzwischen nämlich ein rechter Landregen geworden. Meine Windjacke klebte am Körper und die Gamaschen, die ich vorsorglich angezogen hatte, konnten den Regen auch nicht mehr aufhalten. In meinen Schuhen quietsche es „fröhlich“ drauflos. Also „fröhlich“ war ich nicht, aber auch nicht sauer. Es war einfach mal wieder schön, mit der großen Gruppe zu fahren. Und die Gruppe war es auch, die verhinderte, dass eine miese Stimmung aufkam. Schließlich traf der Regen alle gleichermaßen. Wäre ich alleine gewesen, ich hätte geflucht und geWettert (das ist gut), hätte längst Renate angerufen, damit sie mich mit dem Auto abholt.

 

Zum Glück war die Strecke gut ausgeschildert. Sich jetzt zu verfahren oder anhalten müssen, um sich zu orientieren, also da hätte die Stimmung schon kippen können.

 

Dann kam die Rosengartenstraße. Bei der wir verabredungsgemäß von der Strecke nach Hause abbiegen wollten. Schon an sich eine kleine Herausforderung. Die wurde an diesem Tag noch klar getoppt. Es fing an zu schütten! Wie aus Eimern. Zum Glück war es ja warm, blieb uns kalter Regen erspart. Unsere kleine Ursprungsgruppe trennte sich am Fuß der Rosengartenstraße von der großen. Ließen sie davonziehen. Bei diesem Regenguss sollte nicht auf unser langsames Tempo Rücksicht genommen werden.

 

Waren wir zuvor schon „nass“ geworden, wurden wir jetzt „pitschnass“. Da blieb nur noch Galgenhumor und Drauflosfahren. Thorsten und Rene verlor ich aus den Augen und Ilka meinte, es würde reichen, wenn sie bei Amelie bliebe. Ich solle doch zusehen, möglichst schnell nach Hause zu kommen.

 

Das tat ich dann auch. Angekommen, war es gar nicht einfach die nassen Sachen ausgezogen zu bekommen, Sie klebten förmlich am Körper fest. Während ich mit ihnen „kämpfte“, lief das heiße Wasser in die Badewanne. Welch Wonne, als ich mich dann hineinlegen konnte.

 

WAS FÜR EINE RTF!!

Ich glaube, an sie werden wir uns noch oft erinnern. „Weißt du noch? Die Vossy! Der Regenguss auf der Rosengartenstraße!“

norbert klecka  6.6.2016


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