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Harburger Radsport Gemeinschaft v. 1951 e. V.

Durch Marsch und Heide

Das erste Mal in diesem Jahr hatte ich mich mit Bernd zu einer Sternfahrt verabredet, nach Winsen, zur „Durch Marsch und Heide“ RTF. In Winsen waren wir mit den Hagemanns verabredet. Wir sind gemeinsam schon so manche RTF gefahren.

Die Fahrt nach Winsen mit Bernd verlief wie eigentlich immer in einem angenehmen Tempo um 24 km/h. Wir fuhren überwiegend auf der Straße, es war ja auch wenig Verkehr.

In Winsen warteten alle Vier, Hagemänner und –frauen, bei der Anmeldung auf uns. Auch die große RTF Gruppe des Vereins befand sich noch am Start. Mit einem Schnitt um die 26 km/h sind sie uns aber zu schnell. Da würde uns die Puste zum Quatschen fehlen. Gegen 9.30 Uhr ging es dann los.

Anfangs war noch alles in Ordnung. Aber so nach und nach fiel ich immer öfter zurück. Nicht nur bei Anstiegen. Vor allem nach dem Bremsen musste ich ganz schön in die Pedale treten. (Warum „schön“? Das war überhaupt nicht schön!) Und auch wenn die Gruppe klein ist, ums Bremsen kommt man nicht herum.

Bernd und die Hagemanns fuhren mir davon. Dabei hatte ich doch im Februar extra am Trainingslager in Lauenburg teilgenommen, als Vorbereitung für die RTFs. Das Bernd schneller war, O.K. Er war in diesem Jahr schon sehr oft Rennrad gefahren, hatte also eine gute Kondition. Aber die Hagemanns erzählten, dass sie bisher eigentlich noch gar nicht auf dem Rennrad gesessen hätten.

Das kann ja heiter werden, wenn ich da nicht mehr mithalten kann. Muss ich mir eine neue Gruppe suchen? Oder gar allein fahren? Ich bot den anderen an, da sie deutlich schneller waren, einfach vorauszufahren. Ich käme schon allein zurecht. War mir peinlich, dass sie für mich immer wieder das Tempo drosseln, manchmal sogar warten mussten. Kam natürlich nicht in Frage, schließlich waren wir als Gruppe gestartet.

Endlich erreichten wir den Verpflegungsposten. War ziemlich geschafft. Also zunächst mal was getrunken und gegessen: Rosinenbrot mit Nutela. Hmmm! Dann mir mein Fahrrad mal näher angesehen. Vor allem die Hinter Bremse. OH! Immer wenn ich die anzog, verklemmten sich die Bremsbacken, blockierten das Hinterrad. Georg kam hinzu, besah sich das Malheur. Ich sollte die Bremse mal tüchtig ölen, war sein Rat. Und dann auch die Verbindung von Bremskabel und Kabelmantel. Während er mir das erklärte, sah er sich eben diese Stelle genauer an. „Was hast du denn da gemacht?“ und weiter „Kein Wunder, dass die Bremse blockiert!“ Ich hatte meine Werkzeugtasche mit einem Klettverschluss schön fest an die Querstange des Rahmens befestigt. Eigentlich ja sehr vernünftig. Allerdings leider nicht nur die Tasche, sondern auch das Bremskabel!!!

Also das Bremskabel befreit, ein paar Trockenversuche und siehe da, ich brauchte nicht mal zu ölen. War sowieso keines zur Hand. Holte ich aber zu Hause gleich nach.

Ab ging es, die kleine Runde Richtung Ziel. Zu mehr reichte es bei mir nicht mehr. Konnte jetzt zwar gut mithalten, wie früher. Endlich! Tat mir sehr gut. Wenn da nicht der Muskelkater in den Oberschenkeln gewesen wäre…

Auch da wusste man im Verein Abhilfe. Als ich es Thomas erzählte, meinte der nur „Magnesium Verla“.


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