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Harburger Radsport Gemeinschaft v. 1951 e. V.

Harburger Jungs fahren vorn

Radsport Entscheidung um den Hamburger Cross-Cup

Max Podschun nahm seinen Fehlstart mit Humor. Er durfte im Eliterennen starten und schlug sich dort achtbar. Der letzte Wettkampf um den Hamburger Cross-Cup sollte noch einmal sein Rennen werden. Schon beim Aufwärmen im Forst bei Appelbüttel flammte sein Ehrgeiz auf. "Heute bin ich gut drauf", rief Max Podschun, das kleine Energiebündel von der ausrichtenden RSG Nordheide, einem Bekannten zu. Der Junge aus Buchholz wollte allen zeigen, was in ihm steckt, nachdem er bei den deutschen Cross-Meisterschaften im Vogtland bei den Junioren U19 nur Rang 25 belegte. Der Start in Appelbüttel. Max Podschun trat wie entfesselt in die Pedalen. Schoss als Erster in die Kurve und verschwand im Wald. Einige der Zuschauer schrien hinter ihm her. Er hörte nichts. Max Podschun hatte den Fehlstart nicht mitbekommen. Das Rennen wurde neu gestartet, während er sich allein durch den Wald kämpfte. Selbst als er nach der ersten Runde erneut die Zielgerade entlang raste, musste ihm Cheforganisatorin Lorraine Schröder hinterherrennen. "Max, das war ein Fehlstart, du bist draußen." Da hörten alle im Wald einen Jungen schimpfen und fluchen. Minuten später lachte er wieder. "Jetzt darf ich im Eliterennen der Männer starten." Und auch dort fuhr der Schüler wie der Teufel. Führte lange hinter den vier Spitzenfahrern eine Verfolgergruppe an. Am Ende wurde Podschun völlig ausgepumpt Vierzehnter. Sieger wurde Stefan Danowski vor seinem Freund und Teamgefährten Florian Schröder, dem Sohn von Lorraine Schröder. Die beiden, die 2006 im inzwischen aufgelösten Stevens-Rennstall Profis waren, starten für den Harvestehuder RV. Platz drei und vier belegten Cross-Fahrer aus Dänemark. Beim Abschluss der Cross-Saison war Hochbetrieb auf dem matschigen Rundkurs in Harburg. "Insgesamt waren 80 Lizenzfahrer und 33 Hobbyfahrer am Start", verkündete Lorraine Schröder. Bei den Damen fuhr ihre Lieblingsschülerin Gesa Brüchmann von (RSG Nordheide) einsam vornweg. Es waren aber auch nur zwei weitere Konkurrentinnen am Start. Ohne gefordert zu werden, riss auch Jannik Geisler (Harburger RG) 20 Meter vorm Ziel die Arme hoch. Bei seinem letzten Saisonsieg in der U17-Altersklasse war er allein vornweg gefahren. Sein weißes Trikot mit dem Brustring in den Nationalfarben, das er 2006 als deutscher Schülermeister geschenkt bekommen hatte, lieh er seinem Nachfolger Julian Lehmann. Und der schonte sich und das Trikot nicht. "Es hat mich hingeschlagen", erzählte der deutsche Schülermeister, "das nasse Laub hat die Strecke schwierig gemacht." Gewonnen hat er trotzdem, vor seinem Freund Felix Rieckmann, der vor einer Woche DM-Dritter geworden war. In seiner Klasse in der Gesamtschule Harburg hatten sie Julian Lehmann zwar gratuliert, gefeiert aber wurde der deutsche Meister nicht. Nur der Opa hatte nach seiner Rückkehr über der Haustür den Gruß angebracht: "Herzlichen Glückwunsch zur deutschen Cross-Meisterschaft." Mit dem Sieg in Appelbüttel gewann Lulian Lehmann auch den Hamburger Cross-Cup der Schüler. "Jetzt sind drei Wochen Pause", sagte der 14-Jährige. "Dann freue ich mich schon auf die Straßensaison." Bei den Hobbyfahrern gab es drei Siege für den RSG-Nachwuchs: Julius Häuslein (U13), Jan-Ole Schrader (U15) und Sören Kieselbach (U17). erschienen am 17. Januar 2007 Vollständige Url des Artikels: http://www2.abendblatt.de/daten/2007/01/17/670938.html (c) Hamburger Abendblatt Von Peter Hansaul Harburg/Buchholz 




Veröffentlicht am:
13:44:42 17.01.2007

URL: http://www.harburger-rg.de/?section=news&cmd=details&newsid=87&printview=1
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