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Harburger Radsport Gemeinschaft v. 1951 e. V.

19. Querfeldeinrennen um den Preis der Sparkasse Harburg-Buxtehude und Radsport von Hacht

Aus dem Hamburger Abendblatt vom 27.12.2006:

Radcross Traditionsrennen um den Preis der Sparkasse Harburg-Buxtehude


Ein Klassiker in der Harburger Haake


Fast 190 Starter bescherten den Organisatoren der Harburger RG eine
Rekordteilnehmerzahl.

Von Peter Hansaul

Harburg -

Wann in all den Jahren, in denen der zweite Weihnachtstag jetzt schon
den Radsportlern in der Harburger Haake gehört, sind die Zuschauer so
verwöhnt worden? Von der Sonne und milden Temperaturen, von einer
Zuschauer- freundlichen Streckenführung und von den Aktiven. "Mit 190
Teilnehmern", so Frank Plambeck, Organisator des 19.
Weihnachts-Crossrennens um den Preis der Sparkasse Buxtehude-Harburg
und vom Radsport-Geschäft von Hacht, "hatten wir ein
Rekord-Meldeergebnis. Unser Querfeldein-Klassiker in der Haake ist
jung und frisch geblieben."

Auch dank der beiden Hauptsponsoren, ohne die die Harburger
Radsportgemeinschaft den Etat von rund 6000 Euro nicht
zusammenbekommen würde. Das Geld ist erforderlich, weil das Rennen
zum Deutschland-Cup gehört. Und da müssen vorgeschriebene
Siegprämien gezahlt werden. Die Cross-Spezialisten aller
Altersgruppen kamen aus allen Teilen Deutschlands, wollten Punkte für
den Deutschland-Cup sammeln. Und nur die mit den meisten Punkten
werden am 5. und 6. Januar bei den deutschen Meisterschaften im
Vogtland aus der ersten Reihe starten dürfen.

Einen der verschlossenen Briefumschläge mit der Siegprämie durfte
sich auch Julian Lehmann (13) abholen. Er war der einzige aus dem
Harburger Talentstall, der einen Sieg errang. "Dabei bin ich in der
zweiten Runde gestürzt", sagte der talentierte U-15-Fahrer, der mit
1,76 Metern auch der längste ist. "Dadurch musste ich
hinterherfahren. Aber beim letzten Anstieg ins Ziel habe ich Florian
Schröder aus Cottbus noch gepackt. Jetzt bin ich völlig erledigt."
Julians Vater Bernd Lehmann, von 1978 bis 1993 als Rennfahrer aktiv,
hat vor 20 Jahren in der Haake gewonnen.

In diesem Jahr wurde erstmals der harte Berganstieg nicht mehr
gefahren, den die Aktiven immer als "Scharfrichter" auf der Strecke
einstuften und den die Zuschauer deshalb so liebten. Aber weil
Cross-Rennen auf immer flacheren und damit viel schnelleren
Rundstrecken gefahren werden, musste sich auch Frank Plambeck dem
neuen Trend beugen. Sieger Julian Lehmann gilt jetzt als Favorit auf
die deutsche Meisterschaft. Er würde den Titel von seinem Freund und
Teamgefährten Jannick Geisler übernehmen. Der ist in die
U-17-Altersklasse aufgerückt und musste dem Cottbuser Constantin
Liebenow den Sieg überlassen. "Aber ich bin auch zwei Runden vor
Schluss in eine Mulde gefahren und kopfüber über den Lenker
gestürzt", sagte er im Ziel, "dadurch habe ich den Anschluss
verloren."

Gesa Brüchmann von der RSG Nordheide, inoffizielle deutsche Meisterin
bei der weiblichen Jugend, fuhr in Harburg ihr erstes Cross-Rennen der
Saison (als Mountainbike-Fahrerin gehört sie zum Nationalteam). Und
gewann auf Anhieb. Wie Gesa Brüchmann hatte auch Max Podschun (RSG
Nordheide) wegen einer Erkältung und Überbelastung länger nicht
trainieren können. "Für mich war Harburg ein Test", sagte er
erschöpft im Ziel, "wenn ich eingebrochen wäre, hätte ich die
Saison abgebrochen. Aber der vierte Platz beim U-19-Rennen macht mir
Mut. Jetzt will ich bei der DM dabei sein."

Zu denen, die für das Eliterennen nachgemeldet hatten und deshalb aus
der letzten Reihe starten mussten, gehörte Fabian Brezinski,
Profifahrer vom Stevens-Team. Er gewann mit klarem Vorsprung vor
seinem früheren Teamkollegen Stefan Danowski (Harvestehuder RV). Der
Buchholzer Florian Schröder (Stevens-Team) wurde Vierter.


Veröffentlicht am:
00:30:44 26.12.2006

URL: http://www.harburger-rg.de/?section=news&cmd=details&newsid=76&printview=1
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