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Harburger Radsport Gemeinschaft v. 1951 e. V.

Tschechien

- noch nicht fertig -


Am ersten August-Wochenende gab es gleich 2 Rundfahrten in Tschechien.

Als erstes kommt der Bericht von der U17/U19 Rundfahrt in Landskron von Louis. Der eigntlich offiziell war und dann in den Wirrungen mit den Cyclassics nicht veröffentlicht wurde.

Als zweites folgt der Bericht von Justy Oeherlingkova als Betreuerin bei der Männerrundfahrt in Visocina.


Vom 04.08 bis zum 06.08.2017 fand eine drei-Tägige Junioren Rundfahrt in Tschechien statt, die Regionem Orlicka. Die Rundfahrt ging über drei sehr anspruchsvolle Etappen Strassenrennen und ein 10 Kilometer langes Zeitfahren. Das besondere, es durften auch Jugendfahrer an den Start gehen. Wir, die drei Hamburger (Lennart Matthusen, Moritz Plambeck und ich, Louis Lex (HRG)) taten uns mit 6 weiteren Fahrern aus Berlin (Maurice Ballerstedt, Fabian Dreier, Patrick Dietze und Max Benz Kuch) und der Pfalz (Leon Brescher und Aaron Wolf) zusammen. Wir alle gingen gemeinsam für das Team Berlin an den Start. Wir waren eins von insgesamt 5 Deutschen Teams.


Die erste Etappe verlief auf einem 19 Kilometer langen Rundkurs, den wir insgesamt vier mal umrunden mussten. Das Rennen war von Anfang bis Ende sehr kontrolliert, was für einen U17 Fahrer erst einmal relativ ungewohnt ist. Trotz des sehr hohen Tempos konnten wir alle relativ gut mithalten. Moritz hatte leider bereits in der ersten Runde einen Technischen Defekt, welcher ihn dazu zwang, das Rad zu wechseln. Das Rennen war geprägt von vielem kleineren Stürzen. Nach knapp zweieinhalb Runden gab es dann auch einen schweren Massensturz, woraufhin das komplette Rennen angehalten wurde. Glücklicherweise kam von uns niemand zu Fall. Als das Rennen dann fortgesetzt wurde, ging es langsam aber sicher in die finale Phase. Am letzten Anstieg, der in etwa fünf Kilometer vor dem Ziel lag mussten viele Fahrer abreißen lassen. Aus dem dann noch etwa 85 Mann großen Hauptfeld konnte Leon auf den 21. und ich auf den 23. Platz fahren. Dies bedeutete eine gute Ausgangslage für uns im Kampf um das Trikot des besten U17´ers.


Am Samstag morgen ging es dann zum Einzelzeitfahren. Leon konnte hier einen hervorragenden zehnten Platz heraus fahren. Mit diesem spitzen Resultat haben wohl die wenigsten gerechnet, da er auch zu einem der Jugendfahrer gehörte, die gegen fast 2 Jahre ältere antreten mussten. Eine Besonderheit für die Jungendfahrer war sicherlich, dass man mit einem Zeitfahrrad an den Start gehen durfte, welches in reinen U17 noch nicht erlaubt ist.


Am Nachmittag ging es dann bei Sommerlichen Temperaturen zur Königsetappe, die mit 82 Kilometern sicher nicht die längste aber die Anspruchsvollste war. Insgesamt waren 1300 Höhenmeter zu bewältigen. Zu Anfang ging es direkt zehn Kilometer Bergauf. Schon dort mussten viele Fahrer abreißen lassen. In der langen und anspruchsvollen Abfahrt stürzte Leon dann leider und musste das Rad wechseln. Dies dauerte leider ziemlich lange, da noch die Pedalen von seinem an das Ersatzrad gebaut werden mussten. Als alles fertig war, war das Hauptfeld schon lange weg. Den Anschluss konnte er während des Rennens leider nicht wieder herstellen. Nun waren wir also nur noch zu viert vorne vertreten. Über den zweiten Berg des Tages konnte ich mich noch rüber quälen. Nach der Hälfte des dritten, nach ungefähr 25 Kilometren war dann aber Schluss. Ich fuhr ungefähr 25 Kilometer alleine, bis mich das Hauptfeld kurz vor dem Ziel einholte. Maurice konnte sich vorne sehr stark behaupten und kam mit der zweiten Gruppe knapp hinter den Siegern ins Ziel. Vier unserer Fahrer haben es leider nicht in der vorgegebenen Karenzzeit ins Ziel geschafft und mussten das Rennen so frühzeitig beenden.


Am letzten Tag ging es dann auf einen 93 Kilometer langen Kurs. Es gab viele kürzere Anstiege, wodurch das Hauptfeld das ganze Rennen über grösstenteils zusammen blieb. Es gab im gesamten Rennen mehrere Spitzengruppen, wodurch das Rennen von Anfang bis Ende sehr schnell wurde. Erst ungefähr 15 Kilometer vor dem Ziel zerfiel das Hauptfeld in kleinere Gruppen. Ich schaffte es, an der Zweiten Gruppe dran zu bleiben und wurde am ende 42´ter. Maurice, welcher zur Spitzengruppe gehörte, aus der sich am Ende noch einmal zwei Fahrer lösen konnte wurde vierter. Selbstverständlich hat er sich am Ende geärgert das es nicht für das Podium gereicht hat, konnte mit seiner spitzen-Platzierung aber mehr als zufrieden sein.


Am Ende waren wir alle froh, dass wir es geschafft hatten. Für viele von uns waren das mit abstand die schwersten Rennen die wir bis jetzt gefahren sind. Dennoch hat es sehr viel Spass gemacht dort zu fahren. Bis zum nächsten Jahr.


Etappen-Rundfahrt Vysočina



Die Etappen-Rundfahrt im Gebiet Vysočina startete am Donnerstag, den 03.08 und ging bis 06.08. Wir fuhren am Vortag los, den 02.08 los, um 9:00 Uhr. Die Fahrt war ziemlich lang und heiß, wir kamen gegen 19:30 im Ort Žďar Nad Sazavou, wo sich auch unsere Unterkunft befindet.

Wir sind mit zwei Autos angekommen und mit zwei Betreuern, fünf Jungs und die dritte Betreuerin sollte am nächsten Tag ankommen. Die Jungs sind noch am selben Abend zum Start der ersten Etappe gefahren und wieder zurück.

Am Abend kurz vor 22 Uhr gingen wir was zu essen suchen oder kaufen.

Die Fahrer sind rechtzeitig zu Bett gegangen, um am nächsten Tag gut ausgeschlafen am Start der ersten Etappe zu erscheinen.

Am nächsten Morgen wurde ab 8:30 Uhr die Lizenzen der Fahrer abgegeben und um 10:15 Uhr gab es dann eine Versammlung für die Sportlichen Leiter von den Organisatoren, wo der ganze Ablauf der nächsten Tage erzählt und erklärt wurde.

Es waren viele Deutsche, Niederländer und Österreicher anwesend, da alles auf Tschechisch erzählt wurde und den Organisatoren zu Ohren bekamen dass ich Deutsch und Tschechisch spreche, baten sie mich zu übersetzten.

Für mich war das alles zu neu und war sehr nervös und ich kannte viele Fachbegriffe nicht. Nach der Zeit bekam ich aber auch diese mit und was sie bedeuteten.

Unsere Fahrer fuhren mit den Rädern zum Startort und der Betreuer und ich fuhren mit dem Auto hinterher. Sie nahmen es als warm fahren, denn dann müssten sie nicht viel vor dem Start nochmal fahren.

Ab der dritten Runde gab es Getränke ausgabe. Ich wurde bei der zweiten rausgelassen, mit drei Wasserkanistern, leeren und vollen Flaschen. Ich habe dies einmal gemacht, war aber da nicht alleine und habe eher zugeguclt und paar mal selber versucht. Dies war ebenso neu für mich und versuchte mein bestes.

Wir hatten einen Fahrer der krank war, aber trotzdem mitfahren wollte, er gab sein bestes und kam als dritter ins Ziel. Auch einer aus unserem Team wurde Zweiter in dieser Etappe. Die anderen beiden schlugen sich dennoch tapfer im Gruppetto.

An diesem Abend kam dann die zweite Betreuerin und die Fahrer säubern ihre Räder, damit sie aber zur zweiten Etappe sind.

Der Start der zweiten Etappe war etwas weiter weg als die der ersten, wir fuhren mit zwei Autos hin. Das eine für die Verpflegung und das andere fuhr dem Feld hinterher. An dem Tag starteten die leider nur zu viert und nicht zu fünft, weil der eine Fahrer zu krank war um zu fahren.

Bei der Verpflegung lief es besser als am ersten Tag, weil es jetzt zwei Verpfleger gab.

Diesmal war einer nur noch einer im Gruppetto. Es gewann auch einer von uns diese Etappe und trug bei der Siegerehrung stellvertretend das lila Tricko.

Die letzten zwei Etappen waren leider nicht mehr so erfolgreich wie die ersten, aber unsere Fahrer haben sich super geschlagen. Leider war das Wetter für die letzte Etappe nicht mehr so toll.

Zusammengefasst, war das eine super Erfahrung und spannend dabei zu sein, bestimmt für jeden. Es hat genauso viel Spaß gemacht zu zusehen, wie bestimmt mitzufahren




Veröffentlicht am:
00:29:51 11.11.2017

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