Harburger RG v. 1951 e.V. - erfolgreicher Radsport in Hamburg-Harburg



Astreine RTF veranstaltet

Wie ich unsere RTF erlebte

Unsere RTF begann für mich morgens gleich mit der größten Herausforderung des Tages: Frühes Aufstehen, da wir uns schon um 6.30 Uhr am Start trafen.

Ich hatte mit einiger Sorge die Wetterberichte der letzten Tage verfolgt: Hoffentlich wird es nicht zu kalt und windig sein, vor allem nicht regnen. Nicht das unsere Veranstaltung möglicherweise ins Wasser fallen würde, alle unsere Bemühungen, unsere Arbeit vergeblich wären! Wäre vor allem auch ein erheblicher finanzieller Verlust für den Verein. Also gleich nach dem Aufstehen ein Blick nach draußen und auf Thermometer: Kein Regen, mäßiger Wind und, mit 6 Grad am frühen Morgen, auch nicht zu kalt. Aufatmen!

Wie in den Vorjahren war ich wieder in Buchholz eingeteilt. Da ich dort schon sieben-, achtmal eingesetzt gewesen bin, fühle ich mich inzwischen verantwortlich. So hatte ich zuvor schon alles zusammengesucht, was ich unbedingt nach Buchholz mitnehmen musste, auch dafür gesorgt, dass für den Transport des Materials dorthin genügend Autos zur Verfügung stehen würden.

Jörg, er hatte die Organisation der RTF übernommen, war es gelungen, als Startort die Arena Süderelbe zu gewinnen. Ein doppelter Glücksfall, da die Sporthalle eigentlich den Punktespielen der Hand- und Volleyballer zur Verfügung stehen muss. Vor allem aber, weil sie in einer Stichstraße ohne Anwohner liegt und über einen sehr großen Parkplatz verfügt. Was für ein Segen: Kein Stress mit sich beschwerenden Mietern bzw. Hausbesitzern.

So nach und nach trudelten bis 7 Uhr viele der Helfer mit allem ein, was wir benötigten. Das wurde dann aufgeteilt in den Teil, der am Start, -Ziel blieb, und den Teilen, die nach Grauen und Buchholz transportiert werden mussten. Almut sorgte in Vertretung für Angelika dafür, dass nichts durcheinander kam.

Die für die Arena eingeteilten Helfer bereiteten alles für den Start vor, aber auch dafür, dass die Teilnehmer nach Abschluss ihrer Tourenfahrt sich mit Kaffee und Grillwürsten stärken konnten. Andere Helfer beluden die Autos mit den Materialen für Grauen und Buchholz.


Kurz vor 8 Uhr bauten wir die Tische des Kontrollpunktes in Buchholz auf, ging es mit dem Brote schmieren und Getränke mischen los. Insgesamt waren wir zu acht plus Konstantin, 7 Jahre alt, der zum Stempeln eingeteilt war. Unsere Zusammenarbeit verlief reibungslos und ohne viele Worte. Jeder war bemüht, sich sinnvoll einzubringen. Es herrscht eine entspannte Atmosphäre.

Das Schmieren ging ziemlich flott vonstatten. Sehr hilfreich dabei: es war nicht so kalt wie in einigen der Vorjahre. Abgesehen von den damals immer steifer werdenden Händen, konnten wir die Nutella nur scheibenweise auf die Brote legen. Sie war zu hart zum Schmieren. Und es flogen uns in diesem Jahr auch keine Tabletts mehr weg, da es erst gegen Mittag windiger wurde.

Um 8.15 Uhr kam der erste Teilnehmer an. Ein Wunder! Start war doch erst ab 9 Uhr. Ab 9.30 Uhr erreichten uns die ersten größeren Gruppen und ab 9.40 drängte es sich an den Tischen. Zum Glück hatten wir reichlich „vorgeschmiert“, sodass es bei der Verpflegung keine Engpässe gab. Wir hatten sogar Zeit, für einen kleinen Plausch mit dem einen oder anderen Teilnehmer. Das häufig geäußerte Lob für die Ausschilderung und Verpflegung, eigentlich für die gesamte Veranstaltung, hörten wir gerne.

Überrascht waren wir jedoch darüber, dass eine ganze Reihe von Teilnehmern an der Abzweigung zu unserer Kontrollstelle einfach vorbeifuhr. Hatten sie die Ausschilderung übersehen? War diese nicht eindeutig genug? Oder wollten sie einfach nur schnell weiter, verzichteten deshalb darauf, hier anzuhalten?

Gegen 10.30 Uhr war der große Ansturm vorbei, kamen nur noch einzelne Fahrer oder kleinere Gruppen. Und wir hatten doch noch so viele geschmierte Nutella Brote. Nur mit den Wurst- und Käsebroten konnten wir nicht mehr dienen. Aber auch Bananen, Äpfel und Kekse waren noch reichlich vorhanden.


Kontrolle in Buchholz




Kontrolle in Grauen

 


Nachdem nach einer weiteren Stunde nur noch vereinzelt jemand ankam, begannen wir allmählich abzubauen. Um 12 Uhr war dann Schluss. Unsere Reste, vor allem die Nutella Brote, wurden vom Vereinsbus nach Grauen gefahren. Einige von uns fuhren direkt nach Hause, mit den anderen ging es zurück zum Start-, Ziel.

Da tobte der Bär. Viele Teilnehmer hatten ihre RTF beendet, saßen draußen in der Sonne und stärkten sich beim Grill oder an der Kaffee Bar. Auch wir Helfer verzehrten das ein oder andere Würstchen und ließen uns den Kuchen schmecken. Gegen die sich allmählich einstellende Müdigkeit, half der Kaffee.

Mitten drin im Geschehen, Thomas im Rollstuhl. Er hatte sich im Trainingslager eine Schulter und die Hüfte gebrochen, Trümmerbruch. Wenn er schon nicht helfen konnte, wollte er wenigstens dabei sein.


Meine Frau war bei der Anmeldung eingeteilt. Ich erkundigte mich, wie es bei ihr gelaufen ist: Auch hier war viel Lob für die gesamte Organisation unserer RTF angekommen. Die gelegentlich geäußerte Kritik bezog sich auf einige, wenige Punkte: nur kaltes Wasser zum Duschen, zu wenig Toiletten für die Frauen, die rutschigen Stufen rauf zur Anmeldung. Vermisst wurde ein großer Übersichtsplan mit den Strecken der RTF. Wäre sowohl am Start als auch an den Kontrollpunkten durchaus hilfreich für die Orientierung.

Diese Punkte wurden bei der Nachbesprechung aufgegriffen. Es wird versucht werden, sie beim nächsten Mal zu berücksichtigen. Aber da greife ich vor.

Auch die Helfer, die in Grauen stationiert waren und sich inzwischen in der Arena eingefunden hatten, berichteten von dem sehr positiven Echo der Teilnehmer.

Es kamen nur noch wenige RTF Fahrer im Ziel an. Dennoch standen viele herum, aßen und tranken, tauschten sich über ihre Erfahrungen aus, erzählten von ihren Tourenfahrten, fachsimpelten über die Ausstattung ihrer Rennräder oder klönten einfach nur so. Es herrschte eine angenehme, entspannte Atmosphäre.

Gegen 16.30 Uhr begann das Aufräumen und Einpacken. Zog sich dann fast eine Stunde hin. Gegen 18 Uhr hatten wir auch alles wieder im Container untergebracht, fuhr ich mit dem Gefühl nach Hause, eine sehr angenehme RTF erlebt zu haben.

Bei der Nachbesprechung kamen die schon genannten Kritikpunkte zur Sprache. Es wurde auch zusammengetragen, was im Einzelnen noch gefehlt hatte, was beim nächsten Mal vielleicht noch besser gemacht werden könnte. Die Zahlen zu den übrig gebliebenen Lebensmitteln, Brot und Bananen usw., hatten wir schon am 10.4. an Almut weitergegeben, die darüber genau Buch führt. Sie dienen als Anhaltspunkt für die Zukunft. Unmut wurde darüber geäußert, dass auch in diesem Jahr Vereinsmitglieder die RTF gefahren sind, ohne sich an der Organisation beteiligt zu haben.

Es wurde aber vor allem der Eindruck bekräftigt, eine gute und erfolgreiche Veranstaltung durchgeführt zu haben. Für mich der wichtigste Aspekt. Natürlich ist die Antwort auf die Frage: Wie viele Teilnehmer hatten wir? nicht uninteressant. Nicht ganz einfach zu beantworten. Es sind im Verlauf der Jahre einige Startnummern verloren gegangen. Für mich ist die genaue Zahl auch nicht so wichtig. Mir reicht es, zu wissen, dass es knapp unter 900 waren. Und das finde ich ein sehr beachtliches Ergebnis. Zugegeben, in früheren Jahren waren es einige Male deutlich über 1 000. Aber ist es nicht ein allgemeiner Trend, dass die Teilnehmerzahlen rückläufig sind? Jedenfalls ist es bestimmt nicht verkehrt, in Zukunft mehr Werbung zu betreiben, vor allem in den örtlichen Anzeigenblättern. Nur muss sich dann auch jemand finden, der das übernimmt.

April 2016 norbert




Veröffentlicht am:
14:37:28 30.04.2016


Nach oben
Seite Drucken
Ankündigungen

Stevens Super Prestige CycloCross zu verk.
Siehe Flohmarkt.




 
Termine
Erfolge

Deutscher Meister 1-er Straße
2010 - Felix Rieckmann (U19)

Deutscher Crossmeister 2010
Jannick Geisler (U19)

Deutscher Crossmeister 2009
Felix Rieckmann (U17)

Deutscher Crossmeister 2007
Julian Lehmann (U15)

Deutscher Crossmeister 2006
Jannick Geisler (U15) 


2. Platz DM Cross 2016
Jasper Pahlke (U15) 

2. Platz DM Cross 2013
Jannick Geisler (U23, MLP)

3. Platz DM Cross 2015
Louis Lex (U15)

3. Platz DM Cross Lorsch 2011
Julian Lehmann (U19)

3. Platz DM 4er-Mann-
schaftszeitfahren 2009 (U17)

3. Platz DM Cross 2007
Felix Rieckmann (U15)

4. Platz DM Straße 2007
Felix Rieckmann (U15)

5. Platz DM Cross 2015
Moritz Plambeck (U15)

5. Platz DM Cross Döhlau 2014
Lauritz Urnauer (U19)

5. Platz DM Cross 2009
Julian Lehmann (U17)

5. Platz DM Cross 2009
Jannick Geisler (U19)

5. Platz DM Cross 2007
Jannick Geisler (U17)

6. Platz DM Cross 2016
Jannick Geisler (Elite)

6. Platz DM Cross 2014
Jannick Geisler (U23)

6. Platz DM 4er-Mannschaft 2006 (U15)

7. Platz DM Cross 2016
Lucas Carstensen (U23, KED)

7. Platz DM Cross 2015
Lauritz Urnauer (U19)

7. Platz DM Cross 2012
Julian Lehmann (U23)

7. Platz DM Cross Lorsch 2011
Jannick Geisler (U23) 

8. Platz DM Cross 2015
Stephan Warda (Sen3)

8. Platz DM Cross 2006
Matthias Heine (U15)

9. Platz DM Cross 2016
Stephan Warda (Sen) 

9. Platz DM Cross 2012
Lucas Carstensen (U19)

9. Platz DM Cross 2012
Jannick Geisler (U23, Heizomat) 

10. Platz DM Cross 2015
Jannick Geisler (Elite)

10. Platz DM Cross 2014
Lucas Carstensen (U23)