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Harburger Radsport Gemeinschaft v. 1951 e. V.

Lauritz Urnauer: Internationales Crossflair in Belgien

Hier ein Kurzbericht von Lauritz' Vater, Andreas Urnauer, von den Rennen am 13. und 14. Dezember 2014 in Belgien.


Antwerpen - Mol


Wir haben ein schönes WE in Belgien verlebt. Fünf Grad, kalter Wind mit Sonnenschein durchsetzt. Am Samstag, beim Scheldepreis in Antwerpen, mussten wir feststellen, dass die beiden Sandpassagen auf der Norddeutschen Meisterschaft ein Schippchen dagegen waren. Die Rennstrecke, direkt am Flussufer der Schelde gelegen, hatte deutlich mehr und tieferen Sand. Ansonsten eine perfekte Organisation, wie man sie von einem C1 Rennen erwarten darf. Aus Deutschland waren die Berliner Tarek Haupt, Maximilian Möbis und Paul Rudolph am Start, und Lauritz. 50 Starter und alle vier in der letzten Reihe. Aus deutscher Sicht war das Rennen durchwachsen. Nach schwerem Start mit viel Rangelei in der ersten Runde wurde Lauritz 29., Paul war als 26. wenige Sekunden vor ihm. Erkenntnis: Bisher waren wir bei langen Strecken immer am Vortage angereist. Dieses Mal starteten wir um 5:30 Uhr. Vier Stunden für 560 km ist zwar ein guter Wert ;-), aber beim Rennen hat der letzte Druck gefehlt.

Sonntag Nachmittag beim Zilvermeercross in Mol hatten wir ähnliches Wetter, aber etwas kälter. Zilvermeer ist ein riesiger Freizeitpark an einer großen Seenplatte gelegen. Und hatten wir am Vortag viel Sand bestaunt, so gab es hier noch viel, viel mehr davon. Allein die Strandpassage (große Sandbucht mit ca. 400m Länge) musste in jeder Runde zwei Mal durchfahren bzw. durchlaufen werden. Und im Wald gab es noch mehr Sand. Kleine, steile bis zu 10m hohe Sandberge, auf der einen Seite hochlaufen und dann auf der Anderen möglichst runter fahren. Anfänglich kämpfte sich Lauritz per Pedes durch den Sand. Aber die Erkenntnis, dann jedes Mal 5-10 sec zu verlieren, hat ihn in der zweiten Rennhälfte doch mehr auf dem Rad gehalten. Aber da war die Messe bereits gelesen. Am Ende war der Einlauf ähnlich wie in Bensheim. Lauritz erster, danach Rudolph, Haupt und Möbis - nur eben nicht auf Platz 1 - 4 sondern 26 - 29. Der Abstand täuscht nur etwas. Rudolph hatte bereites eine Minute Rückstand auf Lauritz.

Fazit.: Es war ein lehrreiches und hartes Wochenende. Lauritz kann jetzt besser im Sand spielen, ist zwei Mal am Anschlag gefahren (nicht auf Gucken wie in Queidersbach und Bensheim) und wenn man bei internationalen Rennen vorne landen will, muss man das öfters machen.

Andreas Urnauer



Lauritz bei seinem Sieg in Queidersbach am 06.12.2014 (Foto: eigen):




Veröffentlicht am:
00:52:55 02.01.2015

URL: http://www.harburger-rg.de/?section=news&cmd=details&newsid=551&printview=1
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