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Harburger Radsport Gemeinschaft v. 1951 e. V.

Erstens kommt es anders zweitens als man denkt ...

Randers Bike Week 2013

Weiter unten folgt der Bericht von Lucas Carstensen über die Männer-Ergebnisse

   

48 Stunden nach der letzten Etappe der Randers Bike Week stellt sich die Frage: Müssen wir da wieder hin? Persönliche Fehlentscheidungen am Anfang paarten sich am Ende mit den immer grösser werdenden Müdigkeitserscheinungen des WAs. Der Reihe nach. Moritz schoss den Vogel ab. Am ersten Tag hatte er mitten in einem Gewitterschauer (in dem auch die U17 kämpfte) einen Reifenschaden. Das Positive an diesem Tag war: Er wurde von ortsansässigen dänischen Fans herzlich aufgenommen, durfte sich mit einer warmen Decke in ein trockenes Auto kuscheln und sogar mit einem dänischen Handy Papa anrufen. Der Handybesitzer sagte nur: "Du musst aber 0049 davor wählen!", kannte sich also aus. Ihr lieben Dänen, danke noch mal dafür, schließlich ist das nicht selbstverständlich! Als ich (Susanne) 2 Stunden später im Trockenen dort längs fuhr, stand da leider keiner mehr. Das nenn' ich mal Völkerverständigung auf der untersten Ebene. Papa radelte übrigens sofort (in Regenkombi) mit einem Ersatzhinterrad hin und achtete darauf, dass Sohnemann noch mal über den Transponderabnehmer fuhr. Am zweiten Tag verfuhr sich Moritz auf der zweiten Runde. Er hatte 2 mal 12 km zu fahren. Das kann ich nachvollziehen - ist man auf der ersten Runde so "grau", dass man sich die Strecke nicht merken kann, wird dann abgehängt und stellt sich die Frage: Wo muss ich längs, wenn die Beschilderung nicht vollständig ist? Der dritte Tag war das Zeitfahren und er erschien nicht im Ergebnis. Also was soll man hier? Nach mehrhändigem und mehrsprachigem Einspruch wurde er auf Platz 6 gesetzt, von ca. 20 Teilnehmern.

Beim abschliessendem Rundstreckenrennen wurde Mori ebenfalls 6. und "stieß" damit auf den 13. Platz der Gesamtwertung vor. Philipp fuhr mit 108 Konkurrenten in der stärksten Klasse, den U17. Am ersten Tag am Berg abgehängt, wurde er auf einem 4 km Kurs kurz vor dem Ziel überrundet, nahm die Füsse hoch, um dem ca. 50 köpfigen sprintendem Feld nicht im Wege zu stehen. Er wurde als 54. an dem Tag mit 10 sec Rückstand gewertet, so als ob er nicht überrundet worden wäre. Nach unserer Eingabe beim WA, er hätte eine Runde zu wenig, wurde gesagt, "ok, wir zählen 7 min dazu." Das passierte aber niemals. Phili beendete das Etappenrennen auf dem 32. Gesamtrang, mit 24 min Rückstand. Würde man die 7 min vom ersten Tag dazuzählen, käme er auf den 36. Platz. D.h. hier herrschte Tour-de-France-Feeling: Die ersten catchen um Sekunden und die nachfolgenden rechnen in Minuten - aber im Zehnerpack!! Der Vollständigkeit halber: Die weiteren deutschen - nicht HRG-Teilnehmer - landeten auf den folgenden Plätzen: Senioren-H40 Alex Temme 13., Lars Erdmann Senioren-H50 4., U17: Ludwig Cords 21., Ove Temme 54., Oskar Schnetter 58. Dann bleiben noch die Mädels. "Dame A" (alle Nicht-Däninninnen...) sollten bei den C-Amateuren fahren, alle Damen B bei den Senioren +60. Es gab 2 Dame A und 3 Dame B Starterinnen. Bei jeweils 20 männlichen Mit-Startern, einer 15-km-Runde bei Windstärke 10, 200 Höhenmetern pro Runde und gelegentlichen Regenschauern kein Zuckerschlecken. Die Windschatten waren bald entschwunden... Um es kurz zu machen: Es war charakterbildend. Es gab eine kuriose Regelung: Wenn man das Rennen nicht beendet, bekommt man + 10 min vom letzten Teilnehmer oder 30 min Karenzzeit auf den ersten. Was macht man bei 2 Frauen? Susanne beendete die "Königsetappe" von 110 km (mit 1400 hm) nach der Hälfte. Die erste Dame wurde in "echt" gewertet, Susanne bekam die + 30 min zum ersten C-Amateur: Der Unterscheid war "nur" 3 Minuten!!! Naja, das "Kriterium" am Ende wurde eine Beute von Susanne. Eckenflitzen liegt ihr besser... Übrigens: Eine Frauensiegerehrung gab es nicht. - Also ich brauch' da nicht nochmal hin! 

   

Der nächste Bericht ist unter dem Leitsatz von Lucas zu sehen: "Wenn man zu einem 140-km-Rennen startet, braucht man nicht mit der ersten ab km 5 Gruppe zu gehen. Die steht in Deutschland nie." In Dänemark ist das anders... :-)

   

Der Bericht von Lucas: "In der letzten Woche bestritten Sebastian Beyer, Julian Lehmann und Lucas Carstensen die 5-Etappenfahrt Randers Bike Week in Dänemark. Sie starteten in einem Mix-Team zusammen mit unseren ehemaligen Teamkollegen Jannick Geisler und Felix Rieckmann vom Team MLP. Die ersten Etappen verliefen nicht wirklich erfolgreich. Wir verpassten leider die rennentscheidenden Spitzengruppen. Zwei 16. Plätze von Julian Lehmann und Lucas Carstensen, auf den ersten zwei Etappen, waren da noch die besten Ergebnisse. Auf der letzten Etappe wollten wir es dann aber doch nochmal wissen ... Das Team des Gelben Trikots, Concordia Himmerland, kontrollierte das Rennen und sorgte dafür, dass niemand ausreißen konnte. So kam es zum Massensprint. Lucas wurde hier nur knapp geschlagen und erreichte den zweiten Platz. Felix wurde Dritter und so konnten wir am letzten Tag doch noch unsere Bilanz aufbessern. In der Gesamtwertung erreichten wir folgende Plätze: Lucas 17. Basti 19. Julian 24. Schon in der nächsten Woche steht dann die nächste Etappenfahrt an: Die U6 Cycletour in Tidaholm / Schweden."




Veröffentlicht am:
15:39:42 05.07.2013

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