Harburger RG v. 1951 e.V. - erfolgreicher Radsport in Hamburg-Harburg



48. Rundfahrt Pribram-Lidice in Tschechien

Regen, Regen, Regen - ein Rennen unter schwersten Bedingungen

Die u.a. 4 Tage Dauerregen hatten ungeahnte Folgen in der Elb- und Donau-Region, wie wir nun alle wissen. Hier folgen Franks und weiter unten Bastis Bericht. Los geht's:

"Das war hart. Zu diesem Resumé kamen die 6 Männer (Julian, Basti, Freddy, Marti, Lucas C., Lucas H.) und die beiden Betreuer Heinz T. und Frank vom Team Harburger RG p/b CSF, als sie am letzten Donnerstag aufbrachen, um sich bei der 48. Rundfahrt Pribram-Lidice in Tschechien zu versuchen.

Die 7-stündige Anreise ließ schon erahnen, was einen erwartet. Während sich der Himmel bereits wenige Stunden vor dem Start am Denkmal von Lidice zuzog und die Temperaturen mal wieder einstellig wurden, ging die Stimmung allmählich nach unten.
Die erste Etappe am späten Donnerstag Nachmittag war ein 3 km langes Einzelzeitfahren auf einer höchst anspruchsvollen Runde mit Berg, Kopfsteinpflaster und kaputter Straße. Pech hatte da bereits Julian, der nach gerade 100 gefahrenen Metern einen Platten erlitt und dann nur noch den 62. Platz belegte. Beste Fahrer waren Freddy und Lucas C. in den 30ern.

Julian

Am Freitag wurde dann ein 99 km langes Rundstreckenrennen über 33 Runden ebendort absolviert. Das Wetter ließ aber keine Besserung zu, Regen über Regen. Schnell offenbarten sich die Schwächen bzw. die Stärken der Jungs. Wer Angst oder technische Defizite hatte, gerade auf der Abfahrt und in den Kurven, der fing sich schnell einen Rückstand ein. Während Heinz versuchte heissen Kaffee zu besorgen, musste Frank einen Hinterraddefekt bei Freddy beheben. Nach endloser Diskussion, geführt von aufgeregten Rennern und Betreuern von Dukla Prag mit dem WA, wurden schließlich den Fahrern bei Defekt eine Rundenvergütung eingeräumt. Glück für Freddy. Zum Ende hin verkleinerte sich zunehmend das Hauptfeld. Lucas und Basti hielten sich aber gut und spurteten auch noch mit. Die Plätze 14 durch Lucas C. und 16 für Basti gingen voll in Ordnung.

Unsere Pension

Nach Radwäsche noch vor Ort und Dusche in unserer "Penzion Zilina" machten wir uns auf den Weg nach Prag. Und endlich kam auch mal die Sonne durch, welch seltener Gast. Der Bus wurde direkt an der Moldau geparkt, so dass wir nur wenige Gehminuten zur Altstadt hatten. Umringt von tausenden Touris aus Amerika, Skandinavien und Deutschland kämpften wir uns vor und konnten tolle Eindrücke vom Paris des Ostens gewinnen. Von der Karlsbrücke aus (die , die danach wegen Katastrophenalarm gesperrt wurde) hatten wir einen phantastischen Blick aufs Wehr der Moldau, auf die Ausflugsschiffe und die Altstadt. Da müssen wir auf jeden Fall noch mal hin.

In Prag: Die einzigen Stunden ohne Regen

Samstag erwartete uns ein Straßenrennen auf einer 12,6 km langen, welligen Runde über 126 km. Je mehr Runden aber gefahren wurden, desto mehr entpuppten sich die Wellen allerdings zu Bergen, so daß sich das Rennen zu einer Art Ausscheidungsfahren entwickelte. Regen, Kälte und Defekte waren unsere ständigen Begleter. Während wir mit Basti nur einen Defekt beklagen durften (zum Glück), hatte das Team Favorit Barno 14 gezählte Defekte. Die mussten schließlich am Depot halten und sich neue Ersatzlaufräder holen.
Marti und Freddy taten sich mit den Bedingungen schwer und schieden schließlich aus. Lucas H. und Julian kämpften lange am Schwanz des Feldes, mussten aber in den letzten beiden Runden locker lassen. Während vorne Lucas C. einen super 13. Platz belegte und Basti 19. wurde, kämpften sich Lucas und Julian mit 10 Minuten Rückstand ins Ziel, gut gemacht. Nach der Zieldurchfahrt wuschen wir wieder die Räder und die Fahrer genossen heissen Tee/Schokolade im Restaurace Lidice.

Der bange Blick auf die Wettervorhersage:

Und dann Sonntagmorgen:

Sonntag früh fuhren wir mit gepackten Sachen in den Naturpark von Krivoklat, um die letzte Etappe über 130 km in Angriff zu nehmen. Unser Eindruck vom Hinweg sollte nicht trügen. In landschaftlich reizvollem Gelände mit ganz viel Gegend gings entweder hoch oder runter. Der Kopfsteinpflaster bedeckte Zielberg mit seinen 12 % bzw die 1,5 km später abgenommene Bergwertung verlangten alles von den Fahrern ab. So kam es auch, dass Lucas H. bereits eingangs der 2. von 6 zu fahrenden Runden abreissen lassen musste, Julian folgte in der 4. Runde. Aufkommender Wind erschwerte dann auch die Rückseite der Runde, wo sich das Feld oftmals auf der Windkante teilte. Ein ganz starkes und ganz besonders kämpferisches Rennen lieferte Lucas C. ab. Von Anfang an hatte er seine Schwierigkeiten am Berg und fünfmal fuhr er geschickt mit der Autokolonne wieder vorne herein. In der letzten Runde wurden ihm die Grenzen aufgezeigt. Während in der Zwischenzeit 50 % des Fahrerfeldes ausschieden, schaffte er es mit letzter Kraft nach einer 10 km  Verfolgung wenige Kilometer vor dem Zielberg wieder vorne ran zu fahren. Basti hatte mit alledem keine Probleme und bestätigte seine Leistungen vom Harzer Bergpreis. Beim Bergzielspurt wurde er 19. und konnte damit noch auf den 21. Rang in der Gesamtwertung vorrücken. Lucas verlor auf den letzten 1000 m 40 Sekunden und wurde als 26. des Feldes gewertet. Und auch Platz 26 im Gesamtergebnis waren sein Lohn. Leider schied Julian noch in der vorletzten Runde aus und Lucas H. schaffte nur zwei Runden.
Eine heisse Dusche war den Jungs allerdings nicht mehr vergönnt. Das Unwetter setzte den Sportplatz samt Gebäude unter Wasser. Auch an der Strecke beobachteten wir einen reißenden Bach, der über ! eine Brücke strömte und ein Haus umspülte. Auf dem Rückweg wurde das Wetter auch nicht besser. Links und rechts der Autobahnen in Sachsen war alles überschwemmt.
Erst ab Magdeburg hatten wir das erste Mal wieder die Sonne zu Gesicht bekommen."

Frank Plambeck

 

Es folgt der Bericht von Sebastian Beyer:

"Donnerstag Morgen, am 24.05.2013, trafen wir uns um 6 Uhr in Harburg und machten uns auf den langen Weg nach Lidice bei Prag. Begleitet und betreut wurden wir durch unseren Trainer Frank Plambeck, sowie Heinz Tidow. Vielen Dank dafür.
Um 14 Uhr erreichten wir dann den Startort der ersten Etappe, einem 3 km langem Prolog. Es regnete in Strömen, bei 3km konnte man das aber noch ertragen.
An den Regen mussten wir uns allerdings schon mal gewöhnen, der Wetterbericht versprach keine Besserung. Trotz gerade einmal 65 gemeldeten Fahrern war das Niveau der Rundfahrt sehr hoch. Viele Top Fahrer aus Tschechien wollten sich eine Rundfahrt in ihrem Land natürlich nicht entgehen lassen. Zudem war ein starkes Team aus Holland am Start der 4 tägigen Rundfahrt.

Der Prolog auf einer sehr technischen und welligen 3 km Runde, lief auch aufgrund mangelnder Streckenkenntnissen für uns eher durchwachsen. Bester von uns war Frederik Deppmeier auf Platz 31 mit 21 Sekunden Rückstand. Die Abstände blieben aufgrund der kurzen Streckenlänge aber eher gering. Nur Julian Lehmann hatte die Idee nach ca. 200m einen Platten zu bekommen und kassierte über eine Minute.

Am nächsten Tag stand ein 100 km langes Rundstreckenrennen auf der selben Runde des Prologs auf den Programm. Trotz vieler Attacken und starkem Dauerregen konnte sich keine Gruppe entscheidend vom Feld absetzen. Lucas Carstensen und Sebastian Beyer versuchten gegen Ende dann noch in den Massensprint reinzuhalten und beendeten die Etappe auf Platz 14 und 16. Frederik Deppmeier beendete das Rennen ebenfalls im Feld, während der Rest des Teams dem hohem Tempo Tribut zollen musste und mit wenigen Minuten Rückstand ins Ziel kam.

Samstag wartete ein, durch den anhaltenden Regen, auf 126 km verkürztes Strassenrennen auf uns. Durch die schlechten Witterungsbedingungen entwickelte sich das Rennen zu einem Ausscheidungsfahren. Die Runde war 12,5 km lang und sehr wellig. Zudem wurde das Rennen von vielen Defekten, wir hatten zum Glück nur einen, und vom im Laufe des Rennens zunehmenden Wind geprägt.
Nach ca. 2/3 konnte sich eine 10 Mann starke Spitzengruppe absetzen, in der wir leider nicht vertreten waren. In dem immer kleiner werdenen Hauptfeld waren wir nur noch mit Sebastian Beyer und Lucas Carstensen vertreten, was es praktisch unmöglich machte, die Gruppe wieder einzuholen. Am Ende wurde Lucas Carstensen 3. des Hauptfeldes, welches noch knapp über 3 Minuten verlor.

Zum Abschluss galt es dann die Königsetappe zu bewältigen. Das Rennen wurde ebenfalls verkürzt, auf etwas über 130 km. Auf der 6mal zu bewältigen Runde befand sich ein 2,5 km langer Anstieg mit Steigungen von über 20%. Dazu kam, dass er zur Hälfte aus leichtem Kopfsteinpflaster bestand. Eine zusätzliche Schlüsselstelle war eine 3km lange Abfahrt, wovon 500m rutschiges Kopfsteinpflaster war. Zum Glück hatte kein Team Interesse, das Feld zu Beginn des Rennens zu sprengen. Trotzdem wurde die schwere Strecke vielen zum Verhängnis. Nach gut der Hälfte des Rennens musste Lucas Homann reißen lassen und kurz darauf auch Julian Lehmann.
In der letzten Runde verpassten Lucas Carstensen und Sebastian Beyer leider die Attacke zweier Fahrer, die einen knappen Vorsprung ins Ziel retten konnten. Im Schlussanstieg hat dann leider die nötige Kraft gefehlt, ganz vorne rein zu fahren. Lucas Carstensen kam auf Platz 25 und Sebastian Beyer wurde 16.

In der Gesamtwertung wurden unsere best platziertesten Fahrer Sebastian Beyer 21. und Lucas Carstensen 25."

Ergebnisse: http://www.mcez-lidice.webz.cz/mcez-lidice-aktualne.htm




Veröffentlicht am:
23:12:41 06.06.2013


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Ankündigungen

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Siehe Flohmarkt.




 
Termine
Erfolge

Deutscher Meister 1-er Straße
2010 - Felix Rieckmann (U19)

Deutscher Crossmeister 2010
Jannick Geisler (U19)

Deutscher Crossmeister 2009
Felix Rieckmann (U17)

Deutscher Crossmeister 2007
Julian Lehmann (U15)

Deutscher Crossmeister 2006
Jannick Geisler (U15) 


2. Platz DM Cross 2016
Jasper Pahlke (U15) 

2. Platz DM Cross 2013
Jannick Geisler (U23, MLP)

3. Platz DM Cross 2015
Louis Lex (U15)

3. Platz DM Cross Lorsch 2011
Julian Lehmann (U19)

3. Platz DM 4er-Mann-
schaftszeitfahren 2009 (U17)

3. Platz DM Cross 2007
Felix Rieckmann (U15)

4. Platz DM Straße 2007
Felix Rieckmann (U15)

5. Platz DM Cross 2015
Moritz Plambeck (U15)

5. Platz DM Cross Döhlau 2014
Lauritz Urnauer (U19)

5. Platz DM Cross 2009
Julian Lehmann (U17)

5. Platz DM Cross 2009
Jannick Geisler (U19)

5. Platz DM Cross 2007
Jannick Geisler (U17)

6. Platz DM Cross 2016
Jannick Geisler (Elite)

6. Platz DM Cross 2014
Jannick Geisler (U23)

6. Platz DM 4er-Mannschaft 2006 (U15)

7. Platz DM Cross 2016
Lucas Carstensen (U23, KED)

7. Platz DM Cross 2015
Lauritz Urnauer (U19)

7. Platz DM Cross 2012
Julian Lehmann (U23)

7. Platz DM Cross Lorsch 2011
Jannick Geisler (U23) 

8. Platz DM Cross 2015
Stephan Warda (Sen3)

8. Platz DM Cross 2006
Matthias Heine (U15)

9. Platz DM Cross 2016
Stephan Warda (Sen) 

9. Platz DM Cross 2012
Lucas Carstensen (U19)

9. Platz DM Cross 2012
Jannick Geisler (U23, Heizomat) 

10. Platz DM Cross 2015
Jannick Geisler (Elite)

10. Platz DM Cross 2014
Lucas Carstensen (U23)