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Harburger Radsport Gemeinschaft v. 1951 e. V.

Langeweile zu Weihnachten? Nicht bei uns!

Hier kann man die Ergebnisse nachlesen: http://www.cyclocross-nord.de/sh/11_xmas.php

Und hier gibt es den Bericht auf der LV-Seite: http://radsport-hh.de/cms/index.php?id=59,1489,0,0,1,0


Gibt es Leute, die sich zu Weihnachten langweilen? Die sollten nach Langenbek ziehen oder der Harburger Radsport-Gemeinschaft beitreten.

Was kann es alles passieren auf dem Weg zu einem Deutschland-Cup-Crossrennen? Zur Info für diejenigen, die sich damit nicht so ganz auskennen: Das ist die Bundesliga der Crossrennen. Zwar wissen wir, dass die Organisatoren des „Stevens-Cross-Cups“ (der Landesliga) genauso viel an der Hacke haben, aber es ist eben nicht zu Weihnachten.

(Nun folgt ein sehr persönlicher Bericht eines Vorstandsmitglieds über die weihnachtliche Ereignisabfolge.)


22.12. Die Kinder spielen im Hausflur Fußball. Zack – eine von den 4 Scheiben der Haustür geht zu Bruch. Der Glaser sagt: Nix mehr vor Weihnachten! Also Pappe dran geklebt und mit einem kalten Hausflur gelebt.


23.12.Der Schließmechanismus (Schnapper) der Haustür geht kaputt. (Hat die Haustür ein Verfallsdatum?) Der Türdrücker funktioniert nicht mehr. Man bekommt die Haustür nur zu, in dem man sie abschließt. Schon ein komischer Gedanke, die Tür abzuschließen, wenn noch jemand drinnen ist. - 13 Uhr Streckenbegehung: „Wald fegen“ war angesagt. Ca 20 Personen der Harburger RG haben sich eingefunden, RTFler, Väter, Mütter, und sehr viele aktive Rennfahrer beteiligen sich an der Laubbeseitigung. Der Trainer sagte. „Dafür könnt ihr euch 2 Stunden AaM in euren Trainingsplan eintragen.“ (PS: Für Außenstehende „Athletik mit anderen Mitteln“. PPS: Wo bleibt eigentlich das „mit“?). Und sagte doch einer auf die Frage, wie gründlich man denn noch fegen sollte, „die Kolonne mit den Zahnbürsten kommt um 15 Uhr.“ Jedenfalls enthielt die Kolonne auch mehrfache Deutsche Meister, die ohne Murren ihren Dienst taten: DAANKE!


24.12. Auf dem Weg zur ersten Familienfeier werden die restlichen 8 Schilder „Zur Rennstrecke“ und „Zu den Duschen“ angebracht. Die gestückelten Preisgelder werden vom Kassenwart abgeholt. Am Heiligabend abends um 23.30 Uhr wird damit begonnen, die Preisgelder einzutüten.


25.12. Eben zurückgekehrt von Familienfeier B ruft der Nachbar an, um 22 Uhr: „Kann es sein, dass eure Drainage-Pumpe kaputt ist?“ Was wollte ich eigentlich noch machen? Die Genehmigung kopieren? Die Startnummern in ihre Tüten tun? Das muss warten. Nun, wir machen eine 4-Mann-Eimer-Kette zum nächsten Gulli, um den Wasserspiegel ein wenig zu senken. Denn die Pumpe funktioniert tatsächlich nicht. Aber was ist das? Lärm von einem riesigen Feuerwehrzug kommt die Straße herauf. Knietiefes Wasser bei einem Nachbarn, der Keller wird ausgepumpt. Hat es mit unserer kaputten Pumpe zu tun? Es dauert eine Weile, bis der defekte Waschmaschinenschlauch entdeckt wird. Aber wenn die Feuerwehr schon mal da ist, kann sie ja auch gleich unseren Drainageschacht leer pumpen. Um Mitternacht bekommen die leicht genervten Feuerwehrmänner von der Nachbarin einen Stollen und von uns eine Stiege Mandarinen. Sonst noch einen Wunsch? Um 1.30 Uhr sind wir aufgekratzt im Bett, mit Muskelkater vom Eimerschleppen.


26.12. Der Tag der Veranstaltung! Ich habe das Gefühl, wir haben kaum geschlafen. Als wir um 9 Uhr die Nummernausgabe öffnen, ist die Kaffeetheke längst klar und 8 Renner warten schon ungeduldig auf ihre Nummern. Wie auch immer, das kriegen wir hin, denn eine späte Nummernausgabe ist nichts dagegen, was die Strecken-Präparierer ab 8 Uhr auf dem Kurs alles geleistet haben. Um 10.30 Uhr geht planmäßig das erste Rennen, die U15er, auf die Strecke. Schon bei diesem ersten Rennen zeichnet sich der positive Trend ab: Die hartgesottenen Crosser lassen sich nur von Schnee auf dem Anfahrtsweg (2009 + 2010) abschrecken, jedoch nicht von ein paar Regentropfen am Tag vor der Veranstaltung. Auch ist nur der Bereich von Start und Ziel knöcheltief matschig, der restliche Teil der Strecke ist topp. - Meine kurze Nachtruhe rächt sich: Ich habe das Gefühl, einen 100kg-Kopf auf den Schultern zu haben. Uwe Böttcher fährt kurz nach Hause, um mir 2 Aspirin zu holen. Kurz hintereinander werfe ich sie ein und siehe da, bald kann ich die Augen wieder ein wenig mehr öffnen. DAAANKE Uwe, ich werde Dir auf ewig verbunden sein (vielleicht mit einem 103er auf Malle). Und als Thorsten Hospach und seine gut gelaunten Mitarbeiter endlich ihren Würstchen- und Glühweinstand öffnen, kann ich mit ein paar Glühwein den restlichen Kopfschmerz hinunterspülen.


Meine Schmerzen waren zum Glück vergänglich. Die von Andreas Urnauer und Jürgen Geisler aber nicht so schnell. Als die beiden sich sahen, mussten sie erstmal lachen. Beide waren Heiligabend mit ihren Söhnen trainieren gefahren, beide wurden unabhängig voneinander von Autofahrern auf die Hörner genommen, mit allem was dazu gehört: geprellte Rippen, blaue Augen und abgeschürfte Gesichtspartien. Bei Familie Geisler kam sogar noch die Fahrerflucht des Verursachers dazu. Wir hoffen, dass alles bald seiner gerechten Sache zugeht!

Start der Hauptklasse

Warum müssen die alten Sportkumpels sich eigentlich immer nur den Weihnachtscross aussuchen, um sich mal wieder zu treffen? Da bin ich doch Mitveranstalter und habe nicht so richtig Zeit. - Nun, aus der sportlichen Sicht kann ich nicht so recht viel sagen, davon habe ich wenig mitbekommen. Ich hoffe, alle Renner sind auf ihre Kosten gekommen. Das wieder aufgenommene Jedermannrennen hätte sicherlich mehr Starter bekommen, wenn es zu einer Serie gehört hätte. Der Tag endete mit dem Rückbau der Strecke im Halbdunkeln, was aber auf Grund der zahlreichen Helfer recht schnell von statten ging. Überhaupt, es soll keine Selbstverständlichkeit sein: Die stattliche Anzahl von 43 Helfern war an diesem Wochenende aktiv. Danke euch allen dafür! Auch die gute Laune bis spät in die Dämmerung hinein versöhnte mich mit dem etwas angebrauchten Wochenende.

Daaaa geht's lang?!

Und dann gab's noch eine Überraschung. Rüdiger Selig, Jungprofi noch bis zum 31.12.2011 bei Leopard-Trek, danach bei Katjuscha, war plötzlich weg. Der Vierte der diesjährigen U23-Straßen-WM hatte beim Rennen noch die Damenwelt mit einem offenen (wahrscheinlich kaputten) Rennanzug beeindruckt, belegte bei unserem Crossrennen den 6. Platz und sollte dann der für uns sehr wichtigen örtlichen Presse zum Interview zur Verfügung stehen. Daraus wurde nichts – denn die Chaperons waren schneller! Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) führte eine unangekündigte Dopingkontrolle durch. Glück für uns als Veranstalter, hatten wir doch letztes Jahr bei der offiziellen Kontrolle Räume, Tische, Stühle und Getränke organisieren müssen, diesmal brauchten wir es also nicht. Rüdiger traf es nicht allein, insgesamt waren es 6 Sportler, die sich im fast unbeleuchteten Vereinsheim der TG Heimfeld aufhielten. Aber es war keine „normale“ Kontrolle, denn es wurde auch Blut entnommen. Mir vollkommen neu war auch die Tatsache, dass 2 Zeitstunden zwischen Urinabgabe und Blutentnahme sein müssen. Das erklärte dann auch die gelangweilten Mienen der Renner. Zwar sind diese Art der Kontrollen sehr gut - nur so kommen wir weiter – doch ein kurzer Satz an den Veranstalter bzw. an die Presseleute wäre hier zweckdienlich gewesen. Und ob Rüdiger dann um 23 Uhr oder 1 Uhr morgens wieder zu Hause in Leipzig ist, macht den Kohl dann auch nicht mehr fett.

Der unkonventionelle Rennanzug.

27.12. Nachdem die Autos ausgeleert waren und der Container eingeräumt, gab es doch noch 2 positive Dinge. Der Schlüsseldienst Kri-Bie baute ein neues Schloß ein und mit Hilfe von Willow wurde eine neue Drainage-Pumpe gekauft und eingebaut. So sind zumindest die erwarteten Fluten im Keller gebannt. 2012 kann also kommen.

 


 

 

Hier die Starterlisten, Stand 22.12.2011, als PDF zum Herunterladen:

images/content/HRG-Weihnachtspreis_2011_Startlisten.pdf

 

 

Schöne Weihnachten!




Veröffentlicht am:
20:05:37 28.12.2011

URL: http://www.harburger-rg.de/?section=news&cmd=details&newsid=395&printview=1
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