Harburger RG v. 1951 e.V. - erfolgreicher Radsport in Hamburg-Harburg



Eric Skowronek gewinnt in Parchim

Es folgt ein von einem Betreuer entworfener Artikel für die örtlichen Zeitungen, der sich leider mit anderen Infos überschnitten hat (Vorankündigungen des Veranstalters für den 1.11.) und deswegen leider nicht veröffentlicht wurde. Hauptgrund war eigentlich die Tatsache, dass Kevin und Eric in heimischen Trainingsgefilden immer öfters unpassende Kommentare von Spaziergängern hören müssen. Wollen wir hoffen, dass sich das bald wieder ändert!

 

15-jähriger aus Neugraben erobert die Führung im STEVENS-Cross Cup

Bereits im ersten Lauf des STEVENS-Cross-Cup in Bremen zeigte sich Eric Skowronek in guter Form, wurde jedoch in der ersten Runde mit einem irreparablen Kettenklemmer auf Rang 10 zu­rückgeworfen. Nach furioser Aufholjagd mit dem, nicht so ganz passenden Ersatzrad des Bruders, jagte er mit Wut im Bauch durch das Feld und konnte bis auf Rang 2 vorfahren. Nach dem Rennen hieß es dann wieder einmal für Eric’s Monteur, seinen Vater Frank, eine schraubende Nacht­schicht einzuschieben um das Rad auf besseres Durch- haltevermögen zu trimmen.

Beim zweiten Lauf des STEVENS-Cross-Cup in Parchim passte alles. Das Rad hielt und der Fah­rer auch. Der für die Harburger RG startende Eric Skowronek (15) aus Neugraben eroberte mit ei­nem fulminanten Rennen beim 50. Querfeldein- rennen in Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) am 25.10.2009 die Führung des STEVENS-Cross-Cup in der Altersklasse U17. Der Rennkurs war ganz nach Eric’s Geschmack, wellig, kurvig mit kurzen, knackigen Anstiegen und hohem technischen An­spruch. Be­reits in der ers­ten Runde konnte er den vor ihm fahrenden Max Lindenau (RV Germania Hamburg) bergauf über­ho­len. Er baute die Führung weiter aus, ließ bis zum Ziel in der achten Run­de nichts mehr anbrennen und siegte mit einem Vorsprung von rd. 40 Sekunden auf den zweit­platzierten Lukas Lange (RRG Bremen). Eric’s Kommentar zum Rennen war eindeutig: „Ich hasse Hürden und liebe Kurven, deshalb war ich heute der Schnellste“. Dritter wurde mit Max Lindenau (RV Ger­mania) ein weiterer Hamburger Fahrer. Connor Tiedemann (Harburger RG) belegte Rang 7. Kevin Christ, Erics zwei Jahre jüngerer Bruder (ebenfalls Harburger RG), fuhr in der Klasse U15 auf Rang 6. Ein weiterer Beweis für die sport­liche Klasse der Hamburger Quer­feldeinfahrer, die besonders durch die gute Nachwuchsarbeit der Harburger Radsport Ge­mein­schaft gefördert wird.

 


Bei dem STEVENS-Cross-Cup handelt es sich um eine Rennserie aus 9 Läufen in der Sportart Quer­feldein (Erläuterung siehe Infokasten), die in der Wintersaison 2009/2010 auf verschiedenen Renn­kur­sen in den Bundesländern Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vor­pommern ausgetragen wird. Am Ende werden die besten Ergebnisse aus 7 Läufen gewertet und der Gesamt­sie­ger ermittelt. Wenn es so weiter geht, hat Eric gute Chancen auf den Titel in dieser zunehmend populärer werdenden Rennserie. Sein Ziel für diese Saison ist allerdings ein Platz unter den Top 15 in der Deutschen Meisterschaft im Querfeldein, die am 06. Januar 2010 in Magstadt bei Stuttgart aus­getragen wird. Gute Startplätze bei der Deutschen Meisterschaft können sich die Fahrer in den Läu­fen zum SKS-Cup (Deutschland Cup) erarbeiten. Dort werden Punkte bis Platz 15 vergeben.


Das nächste Rennen im Deutschland-Cup findet bereits am 01.11.2009 in Hamburg-Harburg statt. Dort können Eric und Kevin zusammen mit ihren Harburger Vereinskollegen Lukas Carstensen, Connor Tiedemann, Brandon Schäfer, Julian Lehmann, Felix und Tim Rieckmann, Matthias und Tobias Heine, Yannik Geisler und Christian Pollit zeigen, dass Hamburgs Crosser vorne mit­mi­schen können. Der Kurs in der Harke gilt als technisch anspruchsvoll und verlangt den Fahrern viel tech­ni­sches Geschick und den Maschinen gutes Durchhalte- vermögen ab. Die Jungs freuen sich natürlich über jeden anfeuernden Zuschauer. Wer einmal totale Radbeherrschung bei höchstem Tempo auf ver­schiedenstem Unter­grund von Schotter bis Schlamm, in kitzligen Kurven und über Haare sträu­ben­de Abhänge sehen möchte, ist herzlich eingeladen. Die Rennen starten am Sonntag, den 01.11. mit den Schülern U15 um 10 Uhr, die Elite geht ab 14 Uhr an den Start. Der Eintritt ist kosten­frei und die Stimmung gut. Start/Ziel ist auf der Jahnhöhe (Harburger Turnerbund) im Vahrenwinkelweg 28.

Spaziergänger in der Umgebung Neugrabens haben übrigens gute Chancen Eric und seinen Bruder Kevin beim Training auf und abseits der Waldwege anzutreffen. Bis zu fünfmal in der Woche wird trai­niert, davon so oft wie möglich im Gelände. So kann man den beiden auf ihren Cyclocross-Rennern beim Anstieg zum Karlstein oder mit ihren Mountain-Bikes in der Fischbeker Heide oder auch mal ohne Rad beim Joggen begegnen. Bitte nicht erschrecken und schimpfen, wenn die Jungs es mal wieder nicht schaffen, beim Vorbeifahren auf Schrittge- schwindigkeit abzubremsen. Beide Jungs pro­fitieren von dem an­spruchs­vollen Trainingsrevier in der Umgebung der Harburger Berge. Es wäre schön, wenn sie von den nicht seltenen Unfällen in dieser Sportart verschont bleiben und bei der Deutschen Mei­sterschaft ihre selbst gesteckten Ziele erreichen können.


FS

INFOKASTEN

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Querfeldein – oder wie man sein Rad schnellstmöglich abseits der Straße bewegt

Querfeldein, Cyclocross oder Cyclo-X. Viele Bezeichnungen - und doch dreht es sich nur um eines: um schnelles Radfahren im Herbst und Winter abseits der Straße.


Im Unterschied zum Mountainbike-Sport wird beim Querfeldein auf modifizierten Rennrädern mit leicht veränderter Rahmengeometrie, mehr Reifenfreiheit an Gabel und Hinterbau, Cantilever- oder V-Bremsen und breiteren Reifen gefahren. Die Reifen sind auf eine maximale Breite von 35 mm limitiert und meist mit mehr oder weniger groben Stollen profiliert. Der Sport wird vom Weltradsportverband UCI organisiert.

Querfeldein-Rennen finden üblicherweise auf einem etwa zwei bis drei Kilometer langem Rundkurs auf Feld- und Waldwegen statt. Ein Rennen dauert je nach Rennklasse zwischen 20 Minuten und einer Stunde. Sonst im Radsport unüblich, sind kurze, steile Passagen zu meistern, die die Fahrer zum Absteigen und Tragen des Rads im Laufschritt über das Hindernis zwingen. In Ermangelung von natürlichen Steigungen werden auch schon mal künstliche Hindernisse platziert. Das klassi­sche Bild des Querfeldein-Fahrers wird immer noch geprägt durch den mit geschultertem Rad einen schlammigen Anstieg hinaufhastenden Rennfahrer.

Nachdem die Rennen noch vor einigen Jahren oftmals durch tiefe Schlamm- oder Sandpassagen künstlich verlangsamt wurden und dadurch kräftige Fahrer dominierten, sind moderne Crossrennen gekennzeichnet durch schnelle, technisch geprägte Passagen, die eine ausgezeichnete Radbeherrschung, Kraftausdauer, Sprintvermögen und einen guten Überblick des Fahrers über das Gelände und die Rennsituation erfordern.

Cross-Sport boomt. Mehr und mehr Radler stellen ihre Trainings-Rolle in der kalten Jahreszeit in die Ecke und schwingen sich auf den Sattel ihres Crossrenners. Ideal zum Fitbleiben über den Herbst und Winter, bringt Crossfahren vor allem eines: Spaß im Gelände. Wer sich mit Crossen über die kalte Jahreszeit fit hält, kommt zudem leichter in die Straßensaison und beherrscht sein Rad besser – auch in kniffligen Situationen auf der Straße. Das richtige Material vorausgesetzt, steht einem schnellen Ritt durch Wald und Wiesen in und um Hamburg eigentlich nichts im Wege. Geeignete Feld- und Waldwege gibt es zahlreich, Anstiege – auch von der kniffligen Sorte – sind reichlich vorhanden, die Harburger Berge lassen grüßen.

 

Eric in Bremen.




Veröffentlicht am:
00:17:38 26.10.2009


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Ankündigungen

Stevens Super Prestige CycloCross zu verk.
Siehe Flohmarkt.




 
Termine
Erfolge

Deutscher Meister 1-er Straße
2010 - Felix Rieckmann (U19)

Deutscher Crossmeister 2010
Jannick Geisler (U19)

Deutscher Crossmeister 2009
Felix Rieckmann (U17)

Deutscher Crossmeister 2007
Julian Lehmann (U15)

Deutscher Crossmeister 2006
Jannick Geisler (U15) 


2. Platz DM Cross 2016
Jasper Pahlke (U15) 

2. Platz DM Cross 2013
Jannick Geisler (U23, MLP)

3. Platz DM Cross 2015
Louis Lex (U15)

3. Platz DM Cross Lorsch 2011
Julian Lehmann (U19)

3. Platz DM 4er-Mann-
schaftszeitfahren 2009 (U17)

3. Platz DM Cross 2007
Felix Rieckmann (U15)

4. Platz DM Straße 2007
Felix Rieckmann (U15)

5. Platz DM Cross 2015
Moritz Plambeck (U15)

5. Platz DM Cross Döhlau 2014
Lauritz Urnauer (U19)

5. Platz DM Cross 2009
Julian Lehmann (U17)

5. Platz DM Cross 2009
Jannick Geisler (U19)

5. Platz DM Cross 2007
Jannick Geisler (U17)

6. Platz DM Cross 2016
Jannick Geisler (Elite)

6. Platz DM Cross 2014
Jannick Geisler (U23)

6. Platz DM 4er-Mannschaft 2006 (U15)

7. Platz DM Cross 2016
Lucas Carstensen (U23, KED)

7. Platz DM Cross 2015
Lauritz Urnauer (U19)

7. Platz DM Cross 2012
Julian Lehmann (U23)

7. Platz DM Cross Lorsch 2011
Jannick Geisler (U23) 

8. Platz DM Cross 2015
Stephan Warda (Sen3)

8. Platz DM Cross 2006
Matthias Heine (U15)

9. Platz DM Cross 2016
Stephan Warda (Sen) 

9. Platz DM Cross 2012
Lucas Carstensen (U19)

9. Platz DM Cross 2012
Jannick Geisler (U23, Heizomat) 

10. Platz DM Cross 2015
Jannick Geisler (Elite)

10. Platz DM Cross 2014
Lucas Carstensen (U23)