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Harburger Radsport Gemeinschaft v. 1951 e. V.

Zwischen Freude und Frust

Parallel ausgetragene Rennen kosteten der Veranstaltung auf dem Schwarzenberg Teilnehmer. 

Von Kaj Mortensen 

Harburg.Radrennen: Das ist eine der härtesten Sportarten an sich. Manchmal kann es aber auch dem Hartgesottensten zu viel werden. Frank Plambeck, Urgestein der Harburger Radsportszene und Sportwart der Harburger Radsport-Gemeinschaft (HRG), hatte die Nase voll. "Da bemüht man sich zum Teil mit einem Jahr Vorlauf um eine gute Radveranstaltung, und dann so was."

Plambeck hatte den Sparkassen-Kidscup 2009 auf dem Schwarzenberg bereits vor einem Jahr für den 5. Juli angemeldet. Und dann funkten ihm im Frühjahr zwei andere dazwischen und meldeten in Zetel (Friesland) und in der Nähe von Rostock zwei weitere Radveranstaltungen an, die ursprünglich nicht im Kalender des Bunds Deutscher Radfahrer gestanden hatten. In Zusammenhang mit den niedersächsischen Schulferien bedeutete das für die HRG rund 30 Prozent weniger Teilnehmer als im Vorjahr.

So waren es diesmal nur noch rund 100 Nachwuchsradler, davon 20 Mädchen, die sich zu den Rennen am Sonntag eingefunden hatten. Sie kamen aus einem Einzugsgebiet von Eckernförde bis Lüneburg und Bremen und gingen zum neunten Mal auf einen 450 Meter langen Rundkurs um den Schwarzenberg.

Am meisten beeindruckt war Plambeck von den Rennen der Jahrgänge 1997 und 1996. Bei den 97-ern gewann Marvin Krüger (MTV Bevensen) vor Philipp Püschel (HRG) und Dominic Raible (Neu Wulmstorf). Bei den 96-ern gewann Claas van Laaten (HRG) vor Tom Sokolinski (HRG). Plambeck: "Diese beiden Jahrgänge sind richtig hart und aggressiv gefahren." Ein Indiz dafür war, dass die Sieger dort drei Runden fuhren, während es die weniger Guten dort zum Teil nur auf eine Runde brachten.

Philipp Plambeck (Sieger beim Jahrgang 1998) und Moritz Plambeck (Sieger beim Jahrgang 2001) holten für die Familie das Optimale heraus. Während bei den Plambecks der Radsport von den Eltern Susanne und Frank auf die Kinder übertragen wurde, sind die Erfolge der aus Appel stammenden und für die HRG startenden van Laatens insofern bemerkenswert, weil Anneke, Beekje und Claas ohne genetische Rad-Vorbestimmung sind. "Die kommen aus einer sportlichen Familie", so Plambeck.

Ein verbales Trostpflaster für Plambeck gab es von den Vertretern des Schleswig-Holsteinischen Verbandes. Plambeck: "Ich habe mit einigen Fahrern aus Kiel und Lübeck gesprochen. Die haben alle gesagt: Schön, dass Ihr überhaupt Rennen anbietet. Bei uns passiert da viel zu wenig.’"

Artikel erschien am 09.07.2009 in Harburger Anzeigen und Nachrichten

 




Veröffentlicht am:
15:04:06 09.07.2009

URL: http://www.harburger-rg.de/?section=news&cmd=details&newsid=214&printview=1
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