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Harburger Radsport Gemeinschaft v. 1951 e. V.

Radcross-Talente aus Harburg gehren wieder zu den DM-Favoriten

Von Norbert Scheid

Harburg -

Zeit, um ihre Erfolge zu genießen, lassen sie sich nicht. Die ehrgeizigen Radsport-Jungen von der Harburger Radsportgemeinschaft sind auch an und nach den Festtagen aktiv. Am ersten Weihnachtsfeiertag hatten die Talente noch einmal auf der Cross-Strecke in der Haake trainiert. Am zweiten Weihnachtstag erfreuten sie dort beim traditionellen Rad-Crossrennen um den Preis der Sparkasse Harburg-Buxtehude die Besucher mit überlegen herausgefahrenen Siegen. Am Sonntag strampelten sie schon wieder gemeinsam durch den Landkreis. "Am Dienstag wird noch einmal in der Haake geschwitzt", kündigte Trainer Frank Plambeck an. "Am 31. Dezember starten wir dann beim Silvester-Cross in Herford."

Die Generalprobe vor den deutschen Meisterschaften, die wird am 4. Januar in Löhne bei Fechta gefahren. "Da ist das Finale um den Deutschland Cup", erläutert Frank Plambeck. "Da treffen unsere Jungen auf ihre härtesten Konkurrenten."

Julian Lehmann, der längste und stärkste in der Altersklasse U17 liegt im Deutschland-Cup auf Platz zwei. Den führenden Silvio Herklotz aus Berlin kann er im letzten Wettkampf allerdings nicht mehr einholen. Beim Kampf um den nationalen Titel zählt auch noch Hermann Koller aus Wangen im Allgäu zu den harten Widersachern, die Julian niederkämpfen müsste. Sein Freund und Teamgefährte Felix Rieckmann belegt im Deutschland-Cup einen dritten Platz.

Jannick Geisler wiederum, der in dieser Saison bei den Junioren U19 erstmals auch an den Weltcup-Rennen gegen die Nachwuchsasse aus Belgien und den Niederlanden kämpfte, steht auf Platz sechs im Deutschland-Cup.

Als er beim traditionellen Weihnachts-Cross in der Haake weit vor den Konkurrenten einem sicheren Sieg entgegensteuerte, stand sozusagen auf dem Feldherrenhügel im Wald Trainer Plambeck und deutete beim Blick auf die Uhr Missfallen an: "Auch diesmal ist er das Rennen zu langsam angegangen. In den letzten Runden wird er schneller und schneller. Immer predige ich den Jungen, Cross-Rennen werden in den ersten Runden entschieden. Gegen Spitzenfahrer habt ihr keine Chancen mehr, wenn ihr die am Anfang wegziehen lasst. Auf den Cross-Strecken sind Überholmanöver viel schwieriger als bei Straßenrennen." Nach der Siegerehrung lächelte Jannick Geisler bei seiner Antwort. "Im Kopf weiß ich das ja", sagte er, "aber noch nicht in den Beinen."

Auch Julian Lehrmann war auf der Strecke zu Beginn seines Rennens vom Vater angetrieben worden. "Attacke", rief der ihm zu, "mach Tempo, Tempo."

Trotzdem, im Wald in Harburg mit seinen steilen Hügeln, waren sich alle Experten einig: "Die Talente der Radsportgemeinschaft Harburg zählen auch in diesem Jahr zu den Favoriten, wenn die deutschen Cross-Meisterschaften vergeben werden."

Dieser Höhepunkt der Wintersaison wird am 10. und 11. Januar in Strullendorf bei Bamberg gestartet.

In der Nachbarschaft in Harburg haben die Jungstars im RG-Trikot längst Bewunderer und Nachahmer gefunden. Das zeigte sich bei dem kleinen Einlagerennen, das beim Weihnachtsrennen ganz besonders begeisterte. Da durften die Jungen mitkämpfen, die bisher noch nie bei einem Rennen mitmachten oder zumindest noch keine Rennlizenz besitzen. Dabei hatte sich der achtjährige Dario Scheer so ins Zeug gelegt, dass er vor dem allerletzten Anstieg völlig erschöpft von der Mama vom Rad gehoben werden musste. Sieger wurde Tom Sakolinski, der immerhin schon zwölf Jahre alt ist.

Neben dem Siegertreppchen hatte als Vierter ein Knirps von sieben Jahren Aufstellung genommen. "Ich heiße Moritz", gab er zur Antwort. "Moritz - und wie weiter?" "Moritz Plambeck", sagte der Sohn des Trainers.

erschienen am 29. Dezember 2008

Harburger Rundschau im Hamburger Abendblatt




Veröffentlicht am:
14:55:23 29.12.2008

URL: http://www.harburger-rg.de/?section=news&cmd=details&newsid=184&printview=1
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