Harburger RG v. 1951 e.V. - erfolgreicher Radsport in Hamburg-Harburg



- Bericht Nr. 3: Etappenfahrt der HRG-Mnnerfahrer in Mecklenburg-Vorpommern

Bericht von Christian Politt über die VanderValk-Rundfahrt vom 28.-31.08.2008:

"Nachdem sich herausgestellt hat, dass es in Linstow nicht so um das Internet bestellt ist, musste ich das Vorhaben "Tagebuch aller Frösi" leider Begraben. Daher nun eine zusammen Fassung der Geschehnisse. Mit von der Partie im Team HarburgerRG bei dieser 4-tägigen Rundfahrt waren als Fahrer: Jesko V. (Vfl Wolfsburg); Torben S. (RST Lübeck); Torge A. (RG Hamburg); Congshi W.; Christian P. und als Sportlicher Leiter Tobias H. (alle drei Harburger RG).

Tag1: Anreise mit dem Teamwagen (ein altersschwacher Golf III) zum VanderValk Resort Hotel (4Sterne) in Linstow (Meck/Pomm). Jedes Team bekam sein eigenes kleines Ferienhaus, welches recht großzügig ausgestattet war (Geschirrspüler, welch ein Luxus). Nach dem wir unser Domizil bezogen hatten, musste Tobi auch schon zur ersten Mannschaftsleiter-Sitzung aufbrechen. Mit Etappeninfo´s, Tourfunk und der ersten Nummer für den Teamwagen, kam er nach gut einer halben Stunde ins Haus zurück. An Position 17 musste er sich mit dem Teamwagen einreihen. Ganz schön weit hinten, heißt also nach vorne arbeiten, damit man beim Wasserholen nicht solange warten muss. Um 16 Uhr war Start zur ersten Etappe: 86 km standen auf dem Tourplan, welche nach Erfahrung von anderen Teilnehmern sehr hektisch werden sollten. Und so kam es auch. Immer wieder wurde attackiert, aber keine Gruppe konnte sich entscheidend absetzen. Durch die ständige Unruhe und Hektik im Feld, weil jedes Team jemanden mitschicken wollte, gab es auch kleinere Zwischenfälle. So zum Beispiel kollidierte ein Fahrer von der RG Greifswald/Bad Doberan mit dem Seitenspiegel eines Autos. Mit viel Glück und Geschick konnte er sich auf dem Rad halten und trug nur ein paar blaue Flecken davon. Also musste durch ein Massenspurt der Sieger ermittelt werden. Beim Spurt ein wenig zu zaghaft und mit zuviel Respekt vor der engen Zielankunft rollten alle im Mittelfeld über die Linie. In der Teamwertung standen wir nun auf dem 16. Platz. Am Abend hat der Veranstalter noch zu einem Eröffnungsbuffet geladen. Es gab - wie soll es auch anders sein - Nudeln. Besonders viel Spass hatten wir mit den Bedienungen ;)

Tag2: Nach einer recht kurzen Nacht gab es das erste 4-Sterne Frühstück, nach unserer Meinung hätte es den fünften auch verdient. Brötchen, Müsli, Rührei mit Speck, Joghurt usw, alles was das Radsportler Herz begehrt. Wohl gesättigt musste unser Teamleiter zur Mannschaftsleiter-Sitzung, um für uns wieder die wichtigsten Etappen Info´s zu holen. Wieder zurück im Haus, wurden wir von Tobi mit den Info´s ausgestattet: Heute standen 118km und rund 600hm auf dem Plan. Dazu wehte noch ein sehr starker Wind. Heißt immer aufgepasst und vorne im Feld aufhalten, nur nicht auf der Windkante fahren! Anders als gestern stand heute schon nach 10km die erste Gruppe. 10 Mann konnten sich absetzen, leider war keiner von uns dabei. Da es keine geregelte Nachführarbeit, stattdessen immer wieder Ausreißversuche gab, konnte die Flüchtlinge ihren Vorsprung von maximal einer Minute bis ins Ziel halten. Der Wind war wie erwartet sehr stark, was auch einige male das Feld auf der Windkante auseinander reißen ließ. 15km vor dem Ziel konnten sich dann doch noch mal 5 Mann auf und davon machen, darunter auch Jesko. Am Ende sprang für ihn der 11. Platz heraus. Kurze Zeit später kam dann das Hauptfeld auf die Zielgerade. In der Teamwertung wollten wir einen Sprung nach Vorne zu machen, sodass wir uns alle in der Schlussphase nach vorne orientierten, da die ersten drei Fahrer jedes Teams in die Wertung eingehen. Torben und Ich hatten auf die rechte Seite spekuliert, um in den Sprint einzugreifen. Wie sich herausstellte, leider die falsche und wir mussten mitansehen, wie die Konkurrenz auf der linken Seite an uns vorbei zog. Platz 54 und 61 bei uns. Nur Congshi fuhr auf der linken Seite und konnte den 34. Platz belegen. Unser Team fand sich am Ende auf dem 10. Platz in der Gesamtwertung wieder. Nach einem reichhaltigem Abendbrot (Nudeln) ging es noch ins Spassbad, wo wir auf Grund einer fehlenden Masseurin im Team, im Whirlpool unsere Beine lockern mussten.

Tag3: Königsetappe über 125km und ca 850hm. Nach dem Frühstück gab´s wieder eine Teambesprechung. Ziel war heute, sich in der Teamgesamtwertung auf dem zehnten Rang festzusetzen und jemanden in einer Gruppe zu plazieren. Auf der schweren Etappe kein leichtes Unterfangen, ein 12% Berg war dreimal zu überwinden und die Ziellankunft auch dreimal zu fahren, war mit 5% und Kopfsteinpflaster auch nicht gerade leicht. Nach einem neutralisierten Start konnte Torge sich mit drei weiteren Fahrern absetzten. Im Hauptfeld wurde im Gegensatz zu den letzten beiden Tagen eine geregelte Nachführarbeit organisiert. 50km konnte Torge sich in der Spitzengruppe halten, bis ihm der 12%-Berg die letzten Kräfte raubte. Kurze Zeit später wurden auch die anderen Fahrer wieder eingefangen und das Feld ging geschlossen in die letzten beiden Runden. Nun wurde das Tempo recht gemächlich, weshalb ich mich mal als Wasserträger nützlich machen konnte. Auf Grund des Tourfunkes ging das Flaschen-holen auch recht schnell von statten. Was am Vortag der Wind erledigte, machte heute der 12%-Berg. Jede Runde mussten einige Fahrer vom Feld abreißen lassen und das Hauptfeld selber wurde sehr langgezogen. 5km vor dem Ziel auf einer Abfahrt konnten sich dann doch noch 5 Fahrer vom Feld absetzen und machten den Sieg unter sich aus. Im Hauptfeld trudelten wir ins Ziel, nur Torge musste seiner Attacke Tribut zollen und kassierte 20min auf den Sieger. Wie sagt aber ein Sprichwort: "Wer nichts wagt, der nichts gewinnt" oder "Lieber vorne sterben, als hinten nichts erben!" Genauso gut hätte er Gewinnen können!!! Vor dem abschließenden Mannschaftszeitfahren belegten wir nun den 9. Platz in der Mannschaftswertung. In der Einzelwertung: Jesko 12.; Christian 50.; Torben 62.; Congshi 71. und Torge 91.. Am Abend gab es im "Katholischen Männer-Wohnheim" wiedermal Nudeln und eine lange Teambesprechung, da am nächsten Tag das besagte Mannschaftszeitfahren stattfinden sollte.

Tag4: Zeitfahren, wie alle bestätigten, nicht gerade ihre Lieblingsdisziplin, also das beste heraus holen. Start für uns war um 11Uhr, dass hieß nicht allzuviel von dem leckeren Frühstück verschlingen, schade. Die Strecke kannten wir schon aus den Etappen davor und das hieß, es wird nicht einfach. Nach 5km mussten wir leider schon einen Mann zurücklassen, Congshi konnte das Tempo, was wir angeschlagen hatten, nicht halten. Nach knapp 59:01min, 4:45 Rückstand auf die Sieger und 'ner Menge Teamgeist (mehrmals mussten wir uns gegenseitig motivieren, da bei einigen von uns (besonders mir) die Beine zugingen und der Kopf nicht mehr wollte) erreichten wir völlig erschöpft das Ziel. Leider reichte es nur zum vorletzten Platz an diesem Tag und somit rutschten wir auch in der Gesamtwertung auf den 17. Platz ab. Gesamt Einzelwertung: Jesko 49. mit 4:54min Rückstand; Christian 59. mit 6:00min Rückstand; Torben 61. mit 6:11min Rückstand; Congshi 73. mit 12:33min Rückstand und Torge 91. mit 25:51 Rückstand auf den Sieger Artjom Gräfenstein vom RSC Wunstorf.

Insgesamt haben wir an den vier Tagen 360km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 43km/h heruntergespult. Es war für alle ein tolles, lustiges und unvergessliches Erlebniss, was man als Amateurfahrer nicht alle Tage geboten bekommt. Die Unterbringung und die Orga waren hervorragend. Nächstes Jahr werden wir versuchen mit einem reinen Harburger Team anzureisen. Ein Dank gilt Tobi, der seine Freizeit für uns geopfert hat und an Frank Plambeck für die Bereitstellung der Team Trikots."

 

 




Veröffentlicht am:
00:06:37 03.09.2008


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Termine
Erfolge

Deutscher Meister 1-er Straße
2010 - Felix Rieckmann (U19)

Deutscher Crossmeister 2010
Jannick Geisler (U19)

Deutscher Crossmeister 2009
Felix Rieckmann (U17)

Deutscher Crossmeister 2007
Julian Lehmann (U15)

Deutscher Crossmeister 2006
Jannick Geisler (U15) 


2. Platz DM Cross 2016
Jasper Pahlke (U15) 

2. Platz DM Cross 2013
Jannick Geisler (U23, MLP)

3. Platz DM Cross 2015
Louis Lex (U15)

3. Platz DM Cross Lorsch 2011
Julian Lehmann (U19)

3. Platz DM 4er-Mann-
schaftszeitfahren 2009 (U17)

3. Platz DM Cross 2007
Felix Rieckmann (U15)

4. Platz DM Straße 2007
Felix Rieckmann (U15)

5. Platz DM Cross 2015
Moritz Plambeck (U15)

5. Platz DM Cross Döhlau 2014
Lauritz Urnauer (U19)

5. Platz DM Cross 2009
Julian Lehmann (U17)

5. Platz DM Cross 2009
Jannick Geisler (U19)

5. Platz DM Cross 2007
Jannick Geisler (U17)

6. Platz DM Cross 2016
Jannick Geisler (Elite)

6. Platz DM Cross 2014
Jannick Geisler (U23)

6. Platz DM 4er-Mannschaft 2006 (U15)

7. Platz DM Cross 2016
Lucas Carstensen (U23, KED)

7. Platz DM Cross 2015
Lauritz Urnauer (U19)

7. Platz DM Cross 2012
Julian Lehmann (U23)

7. Platz DM Cross Lorsch 2011
Jannick Geisler (U23) 

8. Platz DM Cross 2015
Stephan Warda (Sen3)

8. Platz DM Cross 2006
Matthias Heine (U15)

9. Platz DM Cross 2016
Stephan Warda (Sen) 

9. Platz DM Cross 2012
Lucas Carstensen (U19)

9. Platz DM Cross 2012
Jannick Geisler (U23, Heizomat) 

10. Platz DM Cross 2015
Jannick Geisler (Elite)

10. Platz DM Cross 2014
Lucas Carstensen (U23)