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Harburger Radsport Gemeinschaft v. 1951 e. V.

Wadenprfung im Wald

Rad-Weihnachtscross in der Heimfelder Haake Sponsoren sind treugeblieben


Kaj Mortensen
Harburg. Speck anfuttern verboten: Wenn anderswo die letzten Gänsekeulen und Entenbrüste mit einem Schluck Aquavit auf den Tischen in Harburg-Stadt und -Land gerade vertilgt worden sind, dann flitzen, springen und radeln sie wieder durch die Heimfelder Haake. Am 26. Dezember richtet die Harburger Radsport Gemeinschaft (HRG) ihr traditionsreiches "Radcrossrennen um den Preis der Sparkasse Harburg-Buxtehude und Radsport von Hacht um den Deutschland Cup 2007" in Harburg besser bekannt als der "Weihnachtscross" aus. Organisator Frank Plambeck: "Bislang liegen uns 162 Meldungen vor. Wir rechnen wie im Vorjahr mit rund 180 Startern in fünf Rennklassen." Das werden sein: Schüler (U 15), Jugend (U 17), Junioren (U 19), Elite (Erwachsene) und Senioren (von 41 Jahren an).
Worin liegt der Reiz des Haake-Cross? Plambeck: "Das Rennen an der Kuhtrift, das zum Deutschland-Cup gehört, ist reizvoll, da es die letzte Möglichkeit ist, noch einmal Punkte vor dem Finallauf am 30. Dezember in Vechta zu sammeln."
Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei aus Harburger Sicht das Jugend-Rennen (Start gegen 12.50 Uhr), bei dem die ersten Zwölf der deutschen Rangliste an den Start gehen. Vier davon sind aus Harburg, und sie sind derart gut, dass sie fast schon den Sprung von Talenten zu zumindest lokalen Stars geschafft haben: Jannick Geisler (15), Julian Lehmann (14), Felix Rieckmann (14) und Matthias Heine (15). Plambeck: "Langjährige Beobachter wissen, dass die bisherigen Sieger auch stets bei den zwei Wochen später stattfindenden Deutschen Meisterschaften vorne zu finden sind." Lehmann gewann im Vorjahr nach dem Sieg in der Haake anschließend auch die in Auerbach (Sachsen) ausgetragene Deutsche Meisterschaft.
Liebe zum Radsport in Zeiten von Dopinggerüchten und Rennstall-Rückzügen: Das ist nicht eben eine einfache Angelegenheit. Beim Weihnachtscross steuert man gegen den Trend. Hauptsponsor Sparkasse Harburg-Buxtehude ist der ausrichtenden HRG ohne Abstriche treu geblieben. Plambeck: "Da haben wir Glück gehabt. Man hat dort einfach gesehen, dass wir für einen sauberen Sport stehen und honoriert das." Beim leidigen Doping-Thema ist ein HRG-Fahrer übrigens in die Offensive gegangen. Geisler verpflichtet sich auf seiner Internet-Seite (www.jannick-geisler.de) zu: "1. Doping ist unfair gegenüber Wettbewerbern, Fans und Sponsoren. 2. Doping kann zu schweren gesundheitlichen Schäden führen. 3. Doping schadet dem Ansehen des Radsports. Ich lehne daher jede Form von Doping ab und unterstütze die Forderung des BDR nach einem Anti-Doping-Gesetz."
Worin liegt die Besonderheit des Parcours? Geisler: "Der Straßenanteil ist dabei relativ gering. Vergleichsweise groß sind dagegen die Streckenanteile im Wald. Wenn der Boden tief ist, sind die langen Anstiege in der Haake die Herausforderung." Momentan liegt Geisler in der deutschen U-17-Rangliste auf Platz 3. Der Renntag am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Haake beginnt um 10.30 Uhr mit den Schülern und endet gegen 14.45 Uhr mit den Eliterennfahrern. Für Würstchen, Kaffee und Kuchen sowie Getränke ist gesorgt. Den Zuschauern rät Plambeck, in der Nähe der Buskehre am Vahrenwinkelweg zu parken.
Artikel vom 22.12.2007 Harburger Anzeigen und Nachrichten



Veröffentlicht am:
10:21:09 22.12.2007

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