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Harburger Radsport Gemeinschaft v. 1951 e. V.

Anti-Doping Camp in Albertville: "Sport ohne Doping"

Juniorbotschafter unterstützen DOSB im Kampf gegen Doping

Albertville/Frankreich Sport ohne Doping - das war das Motto des 5. deutsch-französischen Anti-Doping Camps, das die Deutsche Sportjugend (dsj) im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) in Kooperation mit der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) und dem Französischen Olympischen Sportverband (CNOSF) vom 8. bis 13. Juli 2007 in Albertville organisiert hatte. Die unter der Schirmherrschaft der Deutschen und Französischen UNESCO-Kommissionen stehende Maßnahme wurde vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) unterstützt. Die fachliche Begleitung hatte Prof. Dr. Gerhard Treutlein von der PH Heidelberg übernommen. Die teilnehmenden deutschen und französischen Leistungssportlerinnen und -sportler verschiedener Sportarten im Alter von 14 bis 17 Jahren, verbrachten am Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1992 fünf unvergessliche Tage zum Thema Dopingprävention, bereichert durch vielfältige Sportaktivitäten und interkulturelle Erfahrun-gen. In Vorträgen, Diskussionen und Gruppenarbeitsphasen erarbeiteten sie Informationen zu den Gefahren des Dopings sowie Argumente für einen gesunden und sauberen Sport. 21 deutsche Sportler wurden erstmals zu „DOSB-Juniorbotschafter/innen Dopingprävention“ ernannt.
Auch dabei waren Jannick Geisler und Matthias Heine von der Harburger Radsport-Gemeinschaft v. 1951 e.V.



Günther Franzen, 2. Vorsitzender der dsj, sagte bei der Verleihung der Urkunden: „Wenn alle Sportlerinnen und Sportler eine solch starke Persönlichkeit und gesunde Einstellung hätten wie ihr, gäbe es im Sport nicht nur keinen Platz, sondern vor allem keine Chance mehr für Doping. Durch euren Einsatz als Botschafter für einen sauberen Sport könnt ihr einen entscheidenden Beitrag zur Minimierung des Dopings leisten. Nutzt diese Chance!“ Die mit der Botschafterrolle verbundene Multiplikatorfunktion ermöglicht eine nachhaltige Wirkung der Präventionsmaßnahme mit dem Ziel, gleichaltrige Nachwuchssportler zu informieren und aufzuklären.

Im Jahr 2008 wird die Tradition der deutsch-französischen Anti-Doping Camps in Deutschland fortgeführt.

 

Tagebuch von Jannick und Matthias

Samstag

Am 7.7.2007 machte ich mich mit Matthias Heine auf den Weg nach Freiburg. Nach 6 Stunden Fahrt sind wir dann in Freiburg angekommen. Bei 30°C kamen wir auf dem Weg zur Jugendherberge ganz schön ins Schwitzen. Beim Zimmer beziehen lernten wir unseren Zimmerkameraden kennen, der ein 800 und 2000m Läufer war. Nachdem wir gegessen haben, ging es mit der Besprechung der kommenden Woche los. So wurden wir gleich aufgeklärt was uns erwartet und worauf wir uns freuen können. Mit verschiedenen Kennenlern spielen lernten wir uns besser kennen.

Sonntag

Um 9Uhr fuhren wir durch die Schweiz bis nach Albertville. Die Zimmer durften wir noch nicht beziehen, so hatten wir noch Zeit ein bisschen in der Stadt uns was zu essen zukaufen. Es ging auf direktem Wege nach McDonalds. In unserem Hotel, wo auch die Olympia Sieger 1992 geschlafen haben, war die Anspannung groß, wer ist mit wem auf einem Zimmer. Die Zimmer wurden mit Deutschen und Franzosen gemischt. Matthias und ich hatten Glück, wir waren zwar nicht zusammen auf einem Zimmer, aber wir waren jeweils mit einem Deutschen und einem Franzosen in einem dreier Zimmer. Nach dem Abendessen mussten wir jeweils auf der anderen Sprache sagen, wie wir heißen und woher wir kommen. Für mich war das schon die größte Herausforderung, denn ich kann kein Französisch, aber das ist kein Problem da nicht dran teilzunehmen.

Montag

Mit dem Frühstück starteten wir in den Tag und haben danach einen Fragebogen bekommen, was wir schon über Doping wissen. Mit alten Schuhen gerüstet, ging es nach dem Mittagessen zum Rafting. Weil es in den letzten Tagen soviel geregnet floss der  Fluss mit einer Geschwindigkeit von 6l3 pro Sekunde(Normale Fließgeschwindigkeit 3l3 pro Sekunde bei 7l3 herrscht Lebensgefahr). Das schreckte uns aber nicht ab, sondern motivierte uns und mit 4 Boten stürzten wir uns in die Fluten. Dr. Magaluff gab uns am Abend ein Referat über Doping und machte uns klar, dass in jeder Sportart gedopt wird.

Dienstag

Gleich nach dem Frühstück sind wir mit dem Bus zu einer Gymnastik Halle gefahren. Dort konnte jeder (der eine Sportart in der Halle macht)seine Sportart vorstellen und die anderen Nachmachen. Am Nachmittag wurden wir zum Wandern in drei Gruppen mit verschiedenen Schwierigkeitsgeraden aufgeteilt. Matthias und Ich entschieden uns für die 1.(Champions Gruppe) . Das war dann aber nicht mehr Wandern, sondern leichtes Joggen bis auf 1200m. Wieder im Hotel angekommen, schmerzten die Beine, sodass man schon wusste, dass man mit Muskelkater nächsten morgen aufstehen wird. Am Abend haben unsere Betreuer einen Spieleabend veranstaltet, wo wir u.a. Bogenschießen, Mountainbike Parcours und vieles mehr teilnehmen konnten. Zwischen den Spielen mussten wir zu verschiedenen Bildern einen Slogan ausdenken die mit dem Thema Doping zutun haben mussten. Am Ende belegte meine Gruppe mit u.a. Matthias nur den 5. Platz von 6 Gruppen. Aber die Hauptsache war ja, dass wir viel Spaß hatten.

Mittwoch

Der Tag begann schon um 7 Uhr mit dem Frühstück, weil zwei sportliche Aktivitäten auf dem Programm standen. Wir fuhren erst mit dem Bus an einen etwas höheren Berg, wo sich ein Klettergarten befand. Hier teilten sich die Gruppe in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe sollte zuerst Mountainbike fahren und die andere in den Klettergarten gehen. Beim Mountainbiking wurden die Gruppen wieder, wie schon am Vortag, in drei Gruppen aufgeteilt, um lockere und schnellere Trainingsbedingungen zu bieten. Jannick und ich waren in der Gruppe, die zuerst Mountainbiking machte. Wir entschieden uns beide für die erste Gruppe und fuhren auf relativ hügeligem Terrain in einem Ski Langlauf Gebiet.

Dann hatten wir eine Mittagspause, um unsere Lunchpakete zu essen. Danach gingen wir in den Klettergarten. Nach dem Abendessen kamen noch drei Hochleistungssportler zu uns, die uns von ihrer Karriere erzählten und denen wir dann noch Fragen stellen konnten.

Donnerstag

Nach dem Frühstück hatten wir am Freitag Morgen wieder eine Anti- Doping Arbeitsphase, in der wir in kleineren Gruppen Foto-Collagen zum Thema Anti-Doping erstellten. Jannick und ich waren in einer Gruppe und stellten die zwei Wege zum Erfolg dar: Den fairen Weg mit harter Arbeit, bei dem die Sportler am Ende ihrer Karriere glücklich und gesund auf ihre Erfolge zurückschauen und den unfairen Weg mit Doping, bei dem die Sportler am Ende ihrer Karriere und auch schon vorher gesundheitliche Probleme haben und auch nicht richtig stolz auf ihre Erfolge sein können, da sie diese mit unfairen Mitteln erreicht haben.

Wir bearbeiteten noch einen weitern Fragebogen, zur Beurteilung des Camps und um festzustellen, was für Fortschritte das Camp gebracht hat.

Höhepunkt war ein offizieller Festakt, in dem wir auch unsere Urkunden (DOSB- Juniorbotschafter Dopingprävention) erhalten haben. Nach dem Mittagessen fuhren wir noch in ein Schwimmbad, in dem wir auch Squash spielen und in einen Kraftraum gehen konnten. Anschließend hatten wir noch in Albertville etwas Freizeit.

Nach dem Abendessen stand noch die Auswertung des Anti-Doping Camps an, dort wurden auch die Collagen vom Vormittag präsentiert. Der Tag endete mit einer Feier.

Freitag

Am Freitag stand nur noch die Abreise an. Die Deutsche Gruppe fuhr mit dem Reisebus gemeinsam nach Freiburg. Von Freiburg fuhren dann Jannick und ich zusammen mit dem ICE zurück nach Hamburg.

In Vorträgen, Diskussionen und Gruppenarbeitsphasen erarbeiteten wir Informationen zu den Gefahren des Dopings sowie Argumente für einen gesunden und sauberen Sport.

Jannick Geisler und Matthias Heine 





Veröffentlicht am:
12:47:44 24.07.2007

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