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Harburger Radsport Gemeinschaft v. 1951 e. V.

Thüringer Städtekette


Statistik Thüringer Städtekette

 

Der Radfernweg Thüringer Städtekette verbindet die als Thüringer Städtekette bezeichnete gedachte Verbindungslinie der sechs größten Städte Thüringens.

Streckenverlauf: Der Radweg führt auf einer Länge von rund 240 Kilometer von West nach Ost, zwischen Creuzburg an der Werra an der Landesgrenze zu Hessen und dem Bahnhof der Skatstadt Altenburg an der Landesgrenze zu Sachsen. Zwischen Hörschel und Posterstein ist die Städtekette Teil der Mittellandroute (D4).

Streckenprofil: Der Radfernweg besitzt überwiegend recht flaches Profil und führt zum großen Teil auf gut ausgebauten asphaltierten Nebenstraßen und Feldwegen. Allerdings ist er in einigen Abschnitten noch nicht vollständig ausgebaut, auch ist die Ausschilderung stellenweise noch unzureichend.

Wir fanden ihn ganz gut ausgeschildert. Mit der Beschreibung des Streckenprofils sind wir allerdings nicht ganz einverstanden. Es stimmt schon, dass es keine sich lang hinziehende Steigungen gibt und das die meisten auch nicht besonders steil sind, aber die Landschaft ist schon ziemlich wellig, sodass es häufig ein auf und ab gab. Was nicht erwähnt wird, in vielen Orten haben die Straßen Kopfsteinpflaster.

Was die Nebenstraßen betrifft, so waren die tatsächlich nur wenig befahren und es gab auch nur kurze Abschnitte, bei denen der Radweg neben einer stärker befahrenden Land- oder Bundesstraße führte, öfter auch mal in Nähe von Eisenbahngleisen. Das störte insofern kaum, als die Züge im Stundentakt fahren. Zwei-, dreimal fuhren wir auch neben einer Autobahn. Aber dann kamen auch immer wieder reine Radwege, asphaltiert und breit, die fern aller Straßen in die Landschaft führten.

Wir wählten den Radfernweg vor allem, weil er uns die Gelegenheit gab, uns bestimmte Städte näher anzusehen: Eisenach, Gotha, Erfurt, Weimar, Jena, Gera und Altenburg. Sie liegen alle nicht weit voneinander entfernt, sodass es möglich ist, mittags anzukommen, sich umzusehen und dann am folgenden Morgen weiterzufahren. Ausnahme: Weimar. Da sollte man sich schon mehr Zeit nehmen.

 

Donnerstag, 6.10.16

Start - Ziel

Fleestedt – Eisenach; 9 km

Strecke

Zeiten:

gemäß Bahnausdruck

07.41 IC Harburg – Kassel Wilhelmshöhe

10.04 Kassel an

10.14 CAN Kassel Wilhelmshöhe – Bebra

10.58 Bebra an

11.04 CAN Bebra - Eisenach

11.39 Eisenach

Wetter

Bedeckt, nieselig, 8 – 10 Grad

Unterkunft

Hotel Hainstein, 90.- €, 20 Minuten bis zur Wartburg

besichtigt

Wartburg E: 9.- € + 2.- € Foto

Umsteigen in Kassel-Wilhelmshöhe für Fahrradfahrer insofern leicht, als zu jedem Gleis von der Haupthalle Rampen rauf- und runterführen. Man muss nur schieben. In Bebra kamen wir mit Verspätung an, hätten unseren Regionalzug eigentlich verpassen müssen. Aber der wartete auf uns.

Zum Hotel in Eisenach ging es durch die Stadt mit ziemlicher Steigung (über 10 %), teilweise auf Kopfsteinpflaster.


 

Freitag, 7.10.16

Start - Ziel

Eisenach – Gotha; (35 km), 41 km 10 – 14 Uhr, keine Pause

Wetter

Niesel + Regen +Sonne + Niesel + Regen, kein Wind; 8 – 10 Grad

Unterkunft

Augustiner Kloster Herberge; 76.- €, sehr einfach, aber gutes Frühstück, dennoch eigentlich zu teuer.

besichtigt

Altstadt, Dom, Schlossmuseum E 10.- € + 5.- € Foto

Hinter Eisenach am Waldrand, viel auf und ab, teilweise heftige Steigungen, aber nicht so lange. Oft neben kleinem Fluss „Hörsel“. Hinter Hörselgau längeres Stück neben Autobahn auf unbefestigtem, nassem Weg, ca. 5 km lang. Gekennzeichneten Weg nach Gotha rein genommen.

 

Samstag, 8.10.16

Start - Ziel

Gotha – Erfurt; (39 km), 44 km, 9.50 – 13.15 Uhr, keine Pause

Wetter

Bedeckt ab und zu Sonne, in Erfurt dann nachmittags Regen, 8 – 10 Grad

Unterkunft

Pension Rad Hof am Augustiner Kloster, 66.- €. Liegt in schönem Garten, wirkt sehr „alternativ“.

besichtigt

Die Drei Gleichen (Burgen), Erfurter Dom, Zitadelle Peterberg, Altstadt

Es war schwierig, aus Gotha rauszukommen, da die Brücke, die wir über der Hauptverkehrsstraße nehmen sollten, gesperrt war. Mit Hilfe der Wegbeschreibung zurechtgekommen. Ein Stück unbefestigter Weg, dann oft auf Radwegen neben Straßen. Radwege in Regel in gutem Zustand. Bis Günthersleben-Wechmar leichte Steigung, dann eher bergab. Hinter Günthersleben auch neben Autobahn. Ab Wandersleben in Nähe von Bahngleisen. Nach Erfurt rein zogen sich die letzten vier, fünf Kilometer ziemlich hin

 

Sonntag, 9.10.16

Start - Ziel

Erfurt – Weimar, (24 km), 26 km; 10.30 – 12.45 Uhr, keine Pause

Wetter

sonnig, ab und zu Wilken um 10 Grad

Unterkunft

Pension: La Cas die Colori; 4 Nächte, 440.- €, teuer, aber schön und auch sehr gut gelegenen. Im Zentrum, aber Seitenstraße.

besichtigt

Herzogin Anna Amalia Bibliothek 7.50 €, Foto frei. Ist nicht in Weimar Card enthalten

Leicht aus Erfurt rausgefunden, Industriegebiet. Am Stadtrand zog sich eine Steigung ziemlich hin. Weniger neben Straßen gefahren, oft gute Fahrradwege, breit und eben. Hinter Hopfgarten steiler Anstieg. Dann neben Bahn weiter. Nach Weimar rein, zog es sich wieder ziemlich hin. In Weimar auf Zwiebelmarkt-Fest gestoßen.

 

Montag – Donnerstag, 10.10. – 13.10.16

Wetter

Mo. bedeckt, keine Regen, kein Wind 10 Grad

Di. morgens niesel, tags bedeckt, abends niesel, 10 Gad

Mi. bedeckt, gegen nachmittag nieselte es 12 Grad

besichtigt

Weimarcard 27.50 €, damit bezahlt

07,00 € Stadtführung

04,00 € Bauhaus Museum

04,00 € Bus 6 nach und von Buchenwald

12,00 € Goethe Nationalmuseum

06,00 € Goethe Gartenhaus

07,50 € Schiller Wohnhaus

07,50 € Stadtschloss Weimar

Theater im Gewölbe

(Im Cranach Haus)

Mo. 17 €: Faust ein Mann geht durch die Jahrhunderte

Mi. 17 €: Goethe & Schiller Greatest Hits

Die Weimarcard gilt 48 Stunden, ermöglicht insgesamt 25 Museen, Häuser, Schlösser zu besichtigen, ohne Eintritt zu bezahlen. Die Anna Amalia Bibliothek zählt allerdings nicht dazu. Die Zeit, 48 Stunden, wird auf die Stunde genau berücksichtigt. Wir hatten am Montag um 9.51 Uhr die Karte „in Betrieb“ genommen und konnten uns so am Mittwoch noch ein Museum ansehen, dass um 9.30 Uhr öffnete, mussten dort nur vor 9.51 Uhr „einchecken“. Zur Bibliothek: Da pro Tag nur 260 Besucher reingelassen werden, ist es ratsam, sich langfristig vorher eine Karte zu besorgen. Man erhält dann ein Zeitfenster. Für „spontane“ Besuche kann man versuchen, morgens ab 9 Uhr eine der 50 Eintrittskarten zu bekommen, die täglich verkauft werden.

Sehr aufschlussreich und gut zu lesen: Peter Merseburger: Mythos Weimar

 

Donnerstag, 13.10.16

Start - Ziel

Weimar – Weihertalmühle bei Stadtroda, 47 km, 9.15 – 14 Uhr, keine Pause

Wetter

bedeckt, etwas windig, einmal ein wenig genieselt

Unterkunft

Pension Weihertalmühle (bei Stadtroda) 69.- €, einsam im Wald gelegen. Zur Pension gehört ein Restaurant.

besichigt

keine

Gut aus Weimar raus. Bei Taubach wird eine Brücke erneuert, Umleitung gut ausgeschildert. In Melingen 2. Baustelle, Räder geschoben. Weiter auf wenig befahrender Straße, stetig bergan. Ab Großschwabhausen bergab auf Waldweg neben der Bahn. Nach Jena rein neben Hauptverkehrsstraße auf Radweg.

Kamen schon mittags an. Eigentlich wollten wir hier übernachten, hatten auch Unterkunft am Vortag telefonisch gebucht. Aber nach vier Tage Weimar schon wieder eine Stadt? Wir wollten Radfahren. Also per Handy Unterkunft bei Stadtroda gebucht und die in Jana abgesagt.

Aus Jena raus zunächst neben Saale durch Park, vorbei an Plattenbausiedlung. Dann kam Industriegelände, aber Radweg. Ab Zöllnitz Radweg durch schöne Landschaft. Abgebogen ins Zentrum von Stadtroda. Dort nächste Baustelle, auf Fußweg umgangen. Vom Zentrum auf Waldweg zur Unterkunft weiter. Nass, leicht ansteigend und letzte Baustelle. Konnten Räder rumschieben.

 

Freitag, 14.10.16

Start - Ziel

Jena – Gera, 42 km, (472 Tacho); 9-30 – 13.15 Uhr

Wetter

sonnig mit ab und zu ein paar Wolken

Unterkunft

Hotel Gewürzmühle, 76.- €, ca. 1 km vom Radweg entfernt.

besichtigt

Otto Dix Museum, war leider geschlossen wegen Renovierung (Hochwasserschäden), dafür ins Stadtmuseum, 5.- €; dort einige Bilder von Dix, leider nur wenige, außerdem Ausstellung zu DDR Comics + Stadtgeschichte (sehr gut dargeboten)

Nicht zurück nach Stadtroda, sondern durch Wald Richtung Quirla. Starke Steigung auf unbefestigtem Weg. Nach Quirla auch wieder heftige Steigung nach Bollberg. Weiter nach Janismühle und damit wieder auf Radweg Thüringer Städtekette.

Die folgenden Waldwege unbefestigt, eher abschüssig mit kleinen Steigungen. Nach Bad Kosterlausnitz, Straße. Ab Weißenborn, neben einem Bach kurvenreich abwärts, vorbei an acht Mühlen, alles große Ausflugslokale. Vor Bundesstraße abgebogen. Neuer Radweg auf altem Bahndamm. Ab Caaschwitz auf Deich neben der Weißen Elster. In Bad Köstritz an Brauerei vorbei. Weiter längst der Weißen Elster bis Gera. Vorbei an Otto Dix Haus. Zu frühe Abzweigung ins Zentrum gewählt, noch einmal zurück auf Radweg. Die folgende Abzweigung gewählt und von dort zum Hotel.

 

Samstag, 15.10.16

Start - Ziel

Gera – Altenburg, 43 km. 9.30 – 14.00 Uhr

Wetter

bedeckt, einmal etwas nieseln, nachmittags aufgehellt

Unterkunft

Pension Treppengasse, 64.- €, zentral gelegenen, aber man muss erst mal Steigung rauf bewältigen.

besichtigt

Drachenschwanzbrücke, in Altenburg nur Radweg zum Bahnhof gesucht. Nichts besichtigt.

Aus Gera raus kein Problem. Dann auf Radwegen neben der Bahn durch Wald mit einigen, teilweise heftigen Steigungen, die in Karte vermerkt waren. Die Weiteren nicht eingezeichneten. Besonderer heftig ging es vom Radweg rauf zur Drachenschwanzbrücke. Bestimmt über 15 %. Schoben die Räder. Über die Brücke gefahren. Dann durch Ronneburg. Weiter oft in Nähe von Bahn, und neben kleinen Bächen. Schöne Landschaft. In Schmölln ½ Stunde Pause gemacht. Weiter auf Radweg. Wieder oft neben Bahn und Bächen. Rein nach Altenburg.

Dort uns bei Suche nach Weg zur Unterkunft nicht so geschickt angestellt, aber 14 Uhr angekommen.

 

Sonntag, 16.10.16

Start - Ziel

Altenburg – Fleestedt, 9 km 8.30 – 16 Uhr

Tour insgesamt 261 km

Strecke

Zeiten

gemäß Bahnausdruck

09.39 Altenburg S Leipzig

10.22 Leipzig an

10.43 IC Leipzig – Hannover

13.23 Hannover an

13.59 IC Hannover – Hamburg Harburg

15.18 Harburg an

Wetter

Sonnenschein

Zum Gleis 3, Abfahrt der S-Bahn nach Leipzig, gelangt man von der Straße durch einen Tunnel. Muss dazu von Hauptstraße in Höhe vom Bahnhof nach links abbiegen. Vom Tunnel zum Gleis gibt es einen Fahrstuhl.

In Hannover halfen dann Fahrtstühle beim Gleiswechsel. Räder passten bequem rein. In Harburg zwar auch Fahrstühle, ging wegen der Fahrradtaschen aber nur „mit Gewalt“ rein.


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