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Harburger Radsport Gemeinschaft v. 1951 e. V.

2011 Pfingsttraining

Das Trainingswochenende über 3 Tage in Ratzeburg war ein voller Erfolg. Auch wenn altersbedingte Ausfallerscheinungen langsam mehr werden, gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass wir auch in den kommenden Jahren solch eine schöne Tour durchführen können. Leider musste Sören komplett absagen und Ane war so angeschlagen, dass sie mit Andrea abends mit dem Auto nachgekommen ist, sich aber am Montag doch noch auf ein Teilstück begeben konnte.
Nach einem Großeinkauf von Getränken und Verpflegung bei Feinkost Aldi am Freitag abend (erstaunlich wie stabil die Einkaufswagen sind) mit unserem Begleitbus, ging es am Samstag früh auf die Reise. Im riesigen Bus war reichlich Platz für Gepäck, Anes und Marions Rädern und der Verpflegung für unterwegs. Sollte unterwegs noch jemand schwächeln, hätten wir genügend Platz für Rad und Fahrer gehabt. Die Rahmenbedingungen waren daher perfekt.
Gestartet sind wir dann mit 10 Fahrern (Bernhard, Dietmar, Georg, Uwe, Holger, Marek, Ronald, Sönke, Arne, Thomas), Lissy ist auch abends nachgekommen, da sie nach dem Sturz mit Armbruch sich noch nicht fit genug für die Hinfahrt fühlte. Da wir alle starke Jungs waren, konnten wir mit flottem Tempo die erste Etappe nach Lüneburg angehen, pünktlich zum Start fing der Regen an, perfektes Timing, es sollte uns nicht zu warm werden. Also gleich eine Jacke übergezogen, es wurde auch kühler. Zwischenzeitlich hielt der Regen auf, aber in Lüneburg holte er uns wieder ein. In Lüneburg beim VFL Lüneburg haben wir uns verpflegt, es gab lecker Brötchen und Schwarzbrot von unserem Haus- und Hofbäcker (vielen Dank Andreas und Viola) und 4 RTF-Punkte kassiert.
Weiter gings über Lauenburg, der Himmel wurde glücklicherweise heller, der Regen hielt auf, das Fahren wurde immer netter. Über eine Seitenstraße durch den Ort Lanze ging es dann nach Büchen, wo wir eine Rast am Elbe-Lübeck-Kanal eingelegt haben.
Über ein gruseliges Stück Straße von Büchen Richtung Gudow fuhren wir an Mölln vorbei, später wieder über den Elbe-Lübeck-Kanal in Richtung Ratzeburg. Nachdem wir bis dorthin kaum Anstiege hatten, wurde es hier etwas welliger. Nach 130 km waren wir dann angekommen. Die Jugendherberge liegt perfekt, mitten in der Stadt aber trotzdem total ruhig und direkt am See. Der Empfang war total nett, die Unterbringung in Doppelzimmern altersgerecht. Da mittlerweile die Sonne schien, haben wir flott geduscht, und uns im Garten der JH regeneriert. Auf dem Küchsee wurde eine internationale Ruderregatta ausgetragen (Ratzeburg ist ja bekannt als Leistungszentrum der deutschen Ruderer). Wir haben interessiert zugeschaut, unsere Frauen haben aber wohl nicht auf die Boote geguckt, sondern auf den männlichen Inhalt und ließen sich noch abfällig über den Körperbau von Radrennern aus, kaum nachvollziehbar bei der Truppe von Modellathleten, mit denen sie unterwegs waren). Aber dann haben die Jungs sich die Ruderinnen angeguckt, war auch OK.
Nach dem abendlichen Grillen auf der Terrasse der JH haben wir noch den Sonnenuntergang am See genossen und sind bald in die Koje gefallen.

Der Pfingstsonntag zeigte sich früh freundlich, es zog jedoch zu und nach dem Frühstück fielen die ersten Regentropfen.  Zwar nicht dolle, aber Gamexjacken waren wieder Pflicht. Die Runde sollte uns um den Schaalsee bringen, also zunächst Richtung Nordost, in Windrichtung, sodass wir den ganzen Regen mitnahmen. Dann eine flotte Abfahrt, die entweder in einem Sandweg oder in einer Sackgasse endete. Wir also umgedreht, Berg wieder hoch. Es ging wellig weiter in den ehemaligen ostzonalen Bereich. Die Straßen haben zum Teil nicht so viel vom Soli abbekommen, dafür gabs aber auch keine Autos. Wir dachten schon, dass ein unangekündigter Autofreier Sonntag stattfand. Hat uns aber nicht gestört.
Die Temperatur war mittlerweile auf 12° C gefallen, aber nach der Richtungsänderung gen Süden schien es, als wenn der Himmel in der Ferne heller würde. Nach ein paar Kopfsteinpflasterpassagen hielt der Regen tatsächlich auf, Temperatur stieg, ein paar Kilometer weiter ein zaghaftes Blinzeln der Sonne. Schlagartig wurde es warm, zur Rast in Zarrentin direkt am Schaalsee war das Wetter prima. Nach der Stärkung gingen wir auf Teil 2 der Tour durch den Naturpark Lauenburgische Seen, leicht wellig aber ohne topographische Schwierigkeiten.

Stillleben mit HRG in Kittlitz

Nach der zweiten Rast in Kittlitz sind Lissy und Bernhard (hat Rücken) in den Bus gestiegen. Der Rest gemütlich nach Ratzeburg zurück, zwischenzeitlich mit einem wildgewordenen VW Bus-Fahrer, der beim Überholen eine Vollbremsung mit der Handbremse im Randschotter machte, sodass uns die Kiesel um die Ohren flogen. Vermutliche Ursache, der Bus ist abgebogen und direkt zur JH zurückgefahren. Solange wir vom Bus begleitet wurden, gab es keine Kollision mit Autofahrern. Das gab uns Fahrern eine gute Sicherheit. Vielen Dank an dieser Stelle an Marion, die uns wacker begleitet hat. Es ist ja nicht wirklich spannend stundenlang im Schneckentempo durch die Gegend zu eiern.

Unterwegs am Salemer See

Abends der obligatorische Besuch beim ortsansässigen Griechen. Die Lage mit Terrasse direkt am See war schon phantastisch. Das Essen war OK, leider wollte der Wirt wohl unser Geld nicht so recht, weil Bernhard erst laut werden musste, damit wir endlich bezahlen konnten, denn wir hatten noch einen wichtigen Termin bei der Eisdiele einzuhalten. Hat dann aber doch noch geklappt.

Die Rücktour am Pfingstmontag zeigte sich vom Wetter her erst einmal sehr freundlich, kein Regen, dafür aber eine flotte Brise aus SSW, also die Rücktour gegen den Wind. Wie schon am Tag zuvor mussten wir leichte Verweise in Bezug auf die Trikotordnung aussprechen. Die obligatorische Runde Ouzo für Nicht-HRG-Trikots und Hosen wurde allgemein abgenickt. Brauchen wir nur noch einen geeigneten Ort und Zeit, um sie einzulösen.

Rückfahrt

Die Rückfahrt über Salem und Segrahn nach Büchen zur ersten Verpflegung war landschaftlich wohl der schönste Teil der Strecke. Vollkommen autofreie Gebiete (bis auf unseren Bus), beste Straßen durch lichte Kiefernwälder waren ein Hochgenuss. Auch Ane war mittlerweile genesen und freute sich über das moderate Tempo und konnte sich zusammen mit Lissy bis zur zweiten Verpflegung in Geesthacht an der Elbe an die Gruppe hängen.

In der Nähe von Gudow

Den Stopp haben wir an der Elbe beim Hochseilgarten eingelegt, konnten ein paar Kletterern in den Baumkronen zusehen.
Nachdem Lissy, Ane und Bernhard (wieder Rücken) in den Bus gestiegen sind, ging es etwas flotter weiter. Leider nahm auch der Gegenwind zu, der immer schräg von vorne kam. Trotzdem kamen wir mit gut 30 km/h zügig voran. Kurz vor Over ging es dann genau gegen den Wind und wir mussten das Tempo etwas reduzieren. Auch die letzte Steigung in Meckelfeld wurde dann mit den letzten Körnern bewältigt.
Eine in allen Belangen großartige Trainingsfahrt war damit beendet. Ich freue mich aufs nächste Jahr, wenn wir etwas Ähnliches wieder durchführen werden.


Eine der Lieblingsbeschäftigungen der alten Renner.

Eine weitere der Lieblingsbeschäftigungen der alten Renner.

Schon wieder

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