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Harburger Radsport Gemeinschaft v. 1951 e. V.

RTF in Clenze

Hier ein kleiner Bericht von der RTF in Clenze

... von Sönke Brohmann:
   
"Nach der ausgiebigen Schlacht am warmen Buffet am Freitag Abend im Rönneburger Park waren immerhin 10 HRGler wieder soweit hergestellt, um die RTF "Durch den Drahwen" in Clenze mitzumachen. Treffpunkt um 7:00 am Bus! Prima Zeit für einen entspannten Sonntagmorgen. Räder rein und ab dafür. Nach 100 m die ersten Tropfen auf der Windschutzscheibe, super. Aber denkste, es blieb bis auf weiteres das einzige Wasser von oben. Ganz im Gegenteil, die Sonne kam heraus. In Clenze, im Windschatten eines Hauses, war es dann so warm, dass wir diverse Schichten im Bus gelassen haben. Im Schatten und im Wind war es dann doch nicht ganz so wie gehofft. Fahren wir halt schneller und bergauf, dann wird es schon warm. So der Plan.
     
Nach dem Start der RTF mit allen 77!!!! Teilnehmern ging es dann gleich aufwärts in die Clenzer Schweiz, eine Serpentinenstraße mit 3 Kehren. Angeschlossen haben sich die Uelzener und Lüneburger, die sich mit unserem Gruppenverhalten sehr gut arrangieren können. Dann links ab, eine flotte Abfahrt über eine typische Drahwen-Verbindungsstraße, schmal, etwas holprig. Georg und Uli hielten sich in der ersten Gruppe und waren ein Stück voraus gefahren. Die restliche Gruppe, insgesamt ca. 20 Fahrer hinterher. 
 
Aber dann vor uns ein gelbes Trikot am Straßenrand. Erster Gedanke, Panne, wir kommen näher, Georg auf dem Boden kriechend, verdammt, Sturz. Kann auch nicht sein, die Räder lehnen sauber aufrecht an einem Baum. Bei einem Sturz wäre das sonst eine saubere 10.0 in der B-Note gewesen. Weder noch, Georg fegte gerade ein hunderter Pack Reißzwecken von der Straße. Nach der Warnung kamen wir ungeschoren an dieser Stelle vorbei, aber dann, 200 m weiter, die gleiche Situation, es erwischte Waldemar, der gleich die Panne reparierte. Eine Abordnung fuhr weiter und entdeckte noch eine dritte Stelle mit Reißnägeln. Etliche Radler standen an der Straße und waren am basteln. Einer war schon dabei, seinen Hinterrad-Bremszug abzubauen, um den nächsten verdächtigen Passanten zu lynchen. Nur mit Mühe konnten wir ihn davon überzeugen, dass es in dieser hügeligen Gegend gefährlich wäre, ohne Hinterradbremse weiter zu fahren, aber sein Gedanke war OK. Der Vorschlag, einen kreisweiten Speicheltest mit anschließender DNA-Analyse durchzuführen, wurde danach einstimmig angenommen. Nach einem Anruf beim Veranstalter wurden wir informiert, dass auf der ausgeschilderten Strecken noch weitere Stellen mit Reißnägeln kommen. Glücklicherweise konnten wir ein kleines Stück weiter die RTF-Strecke verlassen, trafen aufgrund der guten Ortskenntnisse 6 km später wieder auf die Originalstrecke und hatten anschließend keine weiteren Nägel auf der Straße.
Kurz vor der zweiten Verpflegung knallte Waldemar in ein Schlagloch. Innerhalb einer Sekunde war die Luft entwichen. Durch die Umgehung der Nagelstraße hatten wir noch genügend Schläuche, um auch hier schnell wieder auf die Piste zu kommen, die an einer Stelle Bodenwellen in der Größe einer Verschiebung zweier mittelgroßer tektonischer Platten aufwies. Das war auch die Stelle, an der letztens ein tödlicher Radunfall passiert ist. Die defekte Straße wurde aber deutlich und ausreichend vorher gekennzeichnet, sodass wir ordentlich gewarnt waren.
Weiter ging es auf und ab auf Teilen der Hitzacker-Trainingslagerstrecke Richtung Clenze. Dann doch noch ein kleiner Schauer, der aber nicht einmal für eine Regenjacke reichte. Kurz vor dem Ziel zogen aber dunkle Gewitterwolken auf, sodass wir den letzten Linkssschwenk nicht mehr folgten, sondern direkt ins Ziel zurückfuhren. Dort noch ein paar Bratwürste rein geschoben und ab gings zurück nach Hamburg."

URL: http://www.harburger-rg.de/?page=302&printview=1
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