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Harburger Radsport Gemeinschaft v. 1951 e. V.

1. Mai, Buxtehude (Remo Balfanz)

Frühes Erscheinen sichert gute Plätze. Eine Erkenntnis, die ich bereits auf meiner ersten RTF machen mußte. Diesmal war ich aber rechtzeitig (kurz vor acht) vor Ort. Ganz in Ruhe anmelden (die Bescheinigung der Vereinsmitgliedschaft wegen noch mangelnder RTF-Karte wurde wieder akzeptiert), startklar machen und etwas plaudern. Am Start in der zweiten losgelassenen Horde wetterbegeisterter und daher hoch motivierter Rennradler. Wie ich im Verlauf der RTF feststellen mußte, die beste Ausgangsposition, um sich unterwegs einer geeigneten, vom Tempo passenden Gruppe anschließen zu können.

Eine Zusammenrottung und Gruppierung von HRG-Fahrern, welche auf derselben Strecke und mit ähnlichem Tempo unterwegs waren, hat leider nicht ganz so geklappt wie geplant. Sven wollte von Anfang an auf die lange Runde, aber ursprünglich mit mäßigem Tempo, da ihm noch das Rennen in Fischbek in den Beinen steckte. Matthias war zunächst noch in unserer Nähe, fuhr dann aber bald seine eigene RTF - vollkommen o.k. So waren wir bis zur ersten Verpflegugsstation zu dritt: (Tages-Unglücks-) Jan, Andreas und ich. Andreas ist übrigens wie von euch bescheinigt tatsächlich sehr nett.

Wir schlossen uns schon bald einer relativ schnellen Gruppe an. Leider dauerte es nicht lange bis zum ersten Negativ-Erlebnis. Wenige Kilometer vor der ersten Verpflegungsstation kamen wir an einen 90°-Linksknick, den die Führenden sehr schnell anfuhren und erst kurz vorher abbremsten - eine Überraschung für die meisten in der Gruppe. Jan war zu diesem Zeitpunkt an meinem Hinterrad, ich mußte natürlich auch bremsen, war schon sehr weit rechts, Jan mit einem Teil seines Vorderrades aber noch etwas weiter rechts, versuchte links einzulenken, ging aber eben nicht wegen meinem Hinterrad - und Sturz. Zum Glück weitestgehend nur Materialschaden. (Ist eigentlich Cordelia in Fischbek etwas ernsthaftes passiert? Wie hat sie den Sturz verkraftet?) - Hose Totalschaden und Lenker verbogen.

Nach einer kurzen Abkühlung-, Sammel- und Reperaturphase ging es schnell weiter, bevor wir kurz darauf am ersten Kontrollpunkt ankamen. Dort entschied sich Jan trotz der Blessuren für eine Weiterfahrt auf einer der langen Runden. Andreas wollte etwas ruhiger weiter fahren, so daß nur noch Jan und ich von den angepeilten mindestens fünf übrig blieben, was aber auch, abgesehen von der Optik (eine geschlossene HRG-Formation wie in Poppenbüttel ist doch auch mal was Feines - oder?) überhaupt kein Problem war; wir haben jederzeit eine passende Gruppe finden können.

Wir schlossen uns schnell zwei Rennfahrern an, die ein sehr gutes Tempo vorgaben und uns nebenbei noch beibrachten, wie man kreiselt. Spaßige Angelegenheit - muß aber noch weiter geübt und verfeinert werden das Ganze (ist eben doch nicht alles so einfach, wie es von außen immer aussieht). Aufgrund des Spaßfaktors fiel dann auch der endgültige Entschluß für die 150er Runde. Jan wollte ebenfalls mit. Aber wie gesagt: Tages-Unglücks-Jan. An der Verpflegungsstelle nach der Streckenteilung verpennte Jan irgendwie die Weiterfahrt und verlor kurz nachdem er seine Füße endlich auf seinen Pedalen hatte auch noch seine Trinkflasche. Ergebnis: ein Loch zwischen der jetzt nur noch Vierer-Gruppe und Jan, welches er trotz verminderten Tempos der Gruppe nicht mehr alleine schließen konnte. Wir ließen uns dann zu zweit zurück fallen, um ihn wieder ran zu holen. Leider kam dieser Entschluß von unserer Seite zu spät, denn Jan schaffte es auch mit unserer Hilfe nicht mehr zurück, so daß er die restliche Strecke auf sich allein gestellt war. Beim nächsten Mal also wesentlich früher reagieren und unterstützen.

Noch vor der nächsten Kontrolle schlossen wir auf Svens Gruppe auf und ließen uns absorbieren. Nach der letzten Verpflegungsstelle zog das Tempo noch mal etwas an, so daß zunächst nur die Riege der Führenden, dann aber auch die gesamte Gruppe zusehends schrumpfte. Ins Ziel kamen wir nur noch zu viert.

Dass Jan dann noch jemanden gesucht hat, der ihn nach Hause bringen kann, tat mir schon leid, war aber ehrlich gesagt doch froh, daß Sven ihn mitgenommen hat. Transportmäßig war dies wesentlich einfacher, denn ich erwartete noch wichtigen Besuch.

Insgesamt war die RTF wieder ein sehr schönes Erlebnis, zudem auch noch unterstützt durch das herrliche Wetter. Interessant wäre jetzt noch, wieviel noch gegangen wäre. In der Nähe meiner Grenzen war ich mit absoluter Sicherheit schon; die Frage ist eben nur wie nah? Und wie weit mußten die anderen an ihr Limit gehen? Das TrengaDe-Team jedenfalls konnte noch deutlich mehr: 37er Durchschnitt. Respekt und Anerkennung!

Freue mich schon auf die nächste RTF. Mal sehen wie ich dann drauf bin.

Viele Grüße,

Remo


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